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Abschlussarbeit

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Lizenzierung bei modularer und erweiterbarer Software

Verfasser: Daniel Dreher
Betreuer: Prof. Dr. Friedrich Steimann
Status: abgeschlossen
Jahr: 2006

Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Rechnersysteme wird die zugehörige Software immer komplexer und umfangreicher. Zur Finanzierung der Entwicklungsaufwände sollte der Markt möglichst groß sein. Aus diesem Grund bietet sich die Entwicklung modularer Software an, wobei die Module einzeln an den Kunden lizenziert werden können, um auch Endkunden bedienen zu können, die nicht den gesamten Umfang oder die gesamte Komplexität benötigen.

Mit zunehmender Verbreitung von Software und einer steigenden Vernetzung der Nutzer von Computersystemen wird es immer einfacher, auch Programme zu nutzen, die man nicht lizenziert hat. Wer sich auf einschlägigen Seiten im Internet umsieht, wird schnell erkennen, daß diejenigen Kreise, welche Kopierschutzmechanismen umgehen und ihre Erkenntnisse verbreiten, immer größer werden und besser miteinander vernetzt sind. Aus diesem Grund müssen sich auch die Verfahren zum Schutz von Software weiterentwickeln. Dabei ist das Verhältnis des Aufwands für den Schutz im richtigen Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung für das Produkt zu sehen.

Da aus oben genannten Gründen auch die Bedeutung von modularer Software für die Hersteller zunimmt, werden zunehmend Lösungen benötigt, die eine flexible Lizenzierung von Software an Endkunden ermöglichen. Fertige Systeme, die diese Problematik zu lösen versuchen, sind nur rudimentär verfügbar.

Diese Arbeit gibt einen Überblick über die auf dem Markt und in der Literatur beschriebenen Kopierschutzmechanismen und legt dar, wie diese genutzt und durch begleitende Maßnahmen verbessert werden können. Es werden mögliche Abläufe für die Lizenzierungsvorgänge beschrieben und Möglichkeiten zur flexiblen Vergabe von Lizenzen bei modularer Software vorgestellt. Für das flexiblen Hinzufügen von Modulen gibt es bislang keine Produkte, welche mehr als Grundfunktionen unterstützen. Auch konnte ich keine Vorschläge für deren Realisierung finden.

In dieser Arbeit sind Vorschläge zur flexiblen Lizenzierung modularer und erweiterbarer Software ausgearbeitet. Die verschiedensten Anforderungen an Kopierschutz und modulare und erweiterbare Gestaltung von Software können nicht mit Patentrezepten gelöst werden. Diese Arbeit zeigt Möglichkeiten zur Lösung dieser Probleme um Modellierung flexibler Lizenzierung und Schutz vor unberechtigter Nutzung auf und vermittelt dem Entwickler Kriterien für die Auswahl der geeigneten Verfahren. Nicht jeder Entwickler modularer und erweiterbarer Software hat die Zeit und die Möglichkeiten, umfangreiche eigene Nachforschungen über die verschiedenen Ansätze zum Vertrieb und Schutz solcher Produkte durchzuführen.
25.05.2009
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