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Aktuelles - Oktober 2006

Der „Herr der Zahlen“ ist im Ruhestand: Haushaltsexperte Erhard Ruffer verabschiedet

Jeden Arbeitstag in der FernUniversität genossen: „30 Jahre Bewegung“

Der „Herr der Zahlen“ hat sich von der FernUniversität verabschiedet: Erhard Ruffer, Leiter der Abteilung Haushalt/Beschaffung im Dezernat Haushalt und Personal und Stellvertreter des Dezernenten, ist mit Ablauf des Monats September in den Ruhestand getreten. Auf eigenen Wunsch, weil eine Erkrankung ihm nicht mehr die volle Konzentration auf die beruflichen Pflichten erlaubt.

Am Donnerstag, 28. September, verabschiedete der Regierungsdirektor sich nachmittags mit einer kleinen Feier von Kolleginnen und Kollegen, Freunden und Weggefährten seiner über 30-jährigen Tätigkeit in und für die FernUniversität in Hagen.

Kanzlerin Regina Zdebel, die aus persönlichen Gründen an der Feier nicht teilnehmen konnte, nahm sich drei Tage vorher die Zeit zu einem ausführlichen Gespräch mit ihrem Haushaltsexperten, dem sie „blind vertrauen konnte“. Man habe ihm immer angemerkt, dass „Ihnen der Beruf Freude gemacht hat.“ Soviel jedenfalls, dass Ruffer abends einmal mit Vorgesetzten und Kollegen so lange konferierte, dass er vor einem verschlossenen Parkhaus stand und mit dem Zug ins heimische Wuppertal fahren musste.

Erhard Ruffer hätte viele der anstehenden Veränderungen im Haushaltsbereich – wie z. B. den Globalhaushalt – gerne noch zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voran getrieben, doch musste er sich zwischen gelebter Pflichterfüllung und Gesundheit entscheiden. In Zukunft wird er sich nun mehr der Familie widmen, Sport treiben, vor allem Nordic Walking, Fahrradtrainer und – wenn vielleicht möglich – Ski fahren. Auch Reisen möchte Ruffer, der bzgl. seiner Gesundheit durchaus optimistisch in die Zukunft blickt, wieder.

Sportlich ist er ja immer gewesen. Als er noch als Haushaltsabteilungsleiter an der Universität Bielefeld tätig war, spielte er sogar bei der dortigen Arminia Fußball. Inzwischen ist der Wuppertaler SV „sein“ Verein. Auch Borussia Dortmund drückt er die Daumen.

Foto Überreicht wurde die Urkunde dem wehmütigen Regierungsdirektor bei seiner Abschiedsfeier von Wolfram Krunke in Vertretung der Kanzlerin, rechts Personalratsvorsitzender Hartmut Klages.

Zur FernUniversität kam er am 16. Juni 1975, baute mit einem kleinen Team die Abteilung Haushalt und Beschaffung auf. Nur wenige Mitarbeitende in der Verwaltung hatten Hochschulerfahrung, doch auch die aus der Wirtschaft Kommenden wurden von der abwechslungsreichen Tätigkeit schnell gepackt: Es galt, innerhalb weniger Monate eine ganze Universität einschließlich des Studienbetriebs ans Laufen zu bekommen. Und das gelang.

Vieles hat sich geändert, eines ist in all den Jahren gleich geblieben: „Es war immer Bewegung drin, drei Jahrzehnte lang. Unendlich viele Ideen wurden produziert, und jedes Mal brauchte jemand Geld dafür“, lachte Ruffer. Wenigstens hat die Zahl der zugeteilten Kugelköpfe, die für die Kugelkopfschreibmaschinen zugeteilt wurde, für die Schreibenden ihre Status-Bedeutung verloren…

Neben einem geradezu fotografischen Gedächtnis zeichneten den „Haushälter“ sein außergewöhnliches Engagement für die Hochschule, seine Genauigkeit und seine absolute Loyalität aus, bescheinigten ihm Rolf von der Heyden – fast 30 Jahre sein Vorgesetzter – und Wolfram Krunke als letzter vorgesetzter Dezernent. Krunke überreichte ihm in Vertretung der Kanzlerin die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand.

Gerd Dapprich | 11.10.2006
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