Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung kamen an der Staatlichen Technischen Universität für Bauwesen und Architektur in Charkow, Ukraine, zu einem ganztägigen Symposium zusammen, um Informationen zum deutschen Fernstudiensystem und den Zielen und Erfahrungen mit der Bologna-Reform zu erhalten und mit den Referenten zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde vor dem Hintergrund einer seit 1999 laufenden Kooperation mit der FernUniversität in Hagen ausgerichtet: Im EU-Tempusprojekt HUREMA wurde ein viersemestriger Weiterbildungsprogramm mit Master-Abschluss im Fernstudium nach Bologna-Kriterien entwickelt, das erfolgreich an der TU Charkow angeboten wird.
Der Rektor der FernUniversität, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, stellte die Entwicklungen und Ziele der FernUniversität im nationalen und internationalen Kontext als modernes Fernstudium in Deutschland vor und erläuterte dessen Chancen und Perspektiven für die Modernisierung der Gesellschaft. Dezernent Jochen Hölle-Kölling und Friedhelm Nickolmann, Abteilung Internationale Angelegenheiten, zeigten als Vertreter der FernUni-Verwaltung auf, wie das Virtuelle Auslandsstudium in Kooperation der europäischen Fernuniversitäten konkret zur Umsetzung des Bologna-Prozesses beitragen kann. Ebenso machten sie deutlich, wie das Studien- und Lehrsystems der FernUniversität entsprechend dem Bologna-Prozess weiterentwickelt wird.
Eröffnet worden war die Veranstaltung mit einem Vortrag des Rektors der TU Charkow, Prof. Nikolai Bolotskich, zur Situation der ukrainischen Hochschulen nach dem Beitritt der Ukraine zur Bologna-Deklaration.
Bei der Besichtigung des Tempus-Studienzentrums an der TU Charkow (v, li.): Friedhelm Nickolmann, TU-Prorektor Prof. Dr. Dimitry Zherednik, Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Projektleiter Prof. Dr. Rudolf Miller, Jochen Hölle-Kölling, Projektmanagerin Dipl.-Psych. Verena Walpert und und Projektkoordinatorin Prof. Dr. Tatjana Sergejeva.
Das Symposium wurde vor dem Hintergrund der seit 1999 laufenden Tempus-Kooperation ausgerichtet, die Projektleitung liegt im Institut für Psychologie der FernUniversität. Ziel des Symposiums war dabei, auf beiden Seiten ein vertieftes Verständnis über den Bologna-Prozess im Partnerland zu vermitteln und so die bisherigen Aktivitäten mit dem EU-Tempusprojekt HUREMA in einen größeren Zusammenhang einzubetten. In diesem Projekt wurde ein viersemestriges Weiterbildungsprogramm mit Master-Abschluss im Fernstudium nach Bologna-Kriterien entwickelt, das erfolgreich an der TU Charkow angeboten wird. Die Besichtigung des Tempus-Studienzentrums mit der Präsentation der bisher erreichten Ergebnisse und der zukünftigen Perspektiven im HUREMA-Projekt rundeten das Symposium ab.
In den angeregten Diskussionen wurde deutlich, dass die Vorträge das Interesse und Verständnis im Hinblick auf die Bologna-Ziele gefördert haben. Fernsehen und Radio berichteten über die Konferenz und das Projekt als ein positives Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen einer westeuropäischen und einer ukrainischen Universität. Fachzeitschriften planen eine landesweite Verbreitung der Vorträge und Redebeiträge.
Im Abschlussgespräch sicherte Rektor Hoyer seinem Amtskollegen Bolotskich seine weitere Bereitschaft zur Kooperation und Unterstützung bei der Umsetzung der Bologna-Reform und der Weiterentwicklung des Fernstudiensystems an der TU Charkow zu. Er bedankte sich ausdrücklich auch für die Einladung zu diesem Besuch und die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der ukrainischen Gastgeber und Organisatoren in TU Charkow und im HUREMA-Projekt.
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