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Aktuelles - Oktober 2006

Die Bedeutung von Netzwerken für die wirtschaftliche Entwicklung

Dr. Stefanie van de Kerkhof beim International Economic History Congress

Wie präsentiert man regionale Forschung in einem internationalen Rahmen? Eine Antwort auf diese Frage fand Dr. Stefanie van de Kerkhof, Institut Frieden und Demokratie der FernUniversität in Hagen, mit ihrem Vortrag über „Business Networks and Regional Variations in Rhineland-Westfalia and Upper-Silesia“ auf dem 14th International Economic History Congress in Helsinki. Sie war von Prof. Dr. Alastair Owens (Queen Mary University of London), PD Dr. Margit Schulte-Beerbühl (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Dr. Jon Stobart (Coventry University) eingeladen worden zu diesem internationalen Großereignis mit über 1400 Wirtschaftshistorikern und Wirtschaftshistorikerinnen aus 70 Nationen.

Foto Universitätsbibliothek Helsinki

Die Bedeutung des Kongresses – des bislang größten geschichts-bezogenen Ereignisses in Finnland – zeigt die Rednerliste bei der feierlichen Eröffnung: Es sprachen Tarja Halonen, die finnische Ministerpräsidentin, Dr. Sirkka Hämäläinen, die Präsidentin der finnischen Zentralbank und früheres Mitglieder des Europäischen Zentralbankrates, sowie Prof. Dr. Robert W. Fogel von der University of Chicago Graduate School of Business, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1993.

In mehr als 100 Sektionen setzten die Kongressteilnehmer sich an den fünf Kongresstagen mit den neuesten Forschungstrends der Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte auseinander. Der zeitliche Rahmen war ausgesprochen weit: auch antike, mittelalterliche und frühneuzeitliche Entwicklungen wurden thematisiert. Doch der Schwerpunkt lag auf der Moderne. Themenfelder waren die Entwicklung europäischer Familienunternehmen, die internationale Erdölindustrie, Netzwerke, Evolutionsökonomik und Neue Institutionenökonomie, Arbeit und Arbeitsmärkte, Industrialisierung, Stadtentwicklung sowie Handels- und Verkehrsgeschichte.

Über die Bedeutung von Netzwerken für die wirtschaftliche Entwicklung sprach auch van de Kerkhof in ihrer international besetzten Sektion “Women and Business Networks in Industrialising Europe”.

Weitere Informationen: PDF-Datei 1 , PDF-Datei 2

Anemone Schlich | 20.10.2006
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