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Aktuelles - November 2006

Neue Mensa Ort der Kommunikation für Beschäftigte und immer mehr Studierende

Staatssekretär: Wichtig, multifunktionell, richtungweisend – Offiziell eingeweiht

Die neue Mensa der FernUniversität in Hagen Die neue Mensa der FernUniversität in Hagen

Richtungweisend ist die neue Mensa, die die FernUniversität in Hagen am heutigen 30. November offiziell eingeweiht hat. Über ihre Funktion zur Stärkung des Körpers hinaus dient sie auch der Stärkung des Geistes: Immer mehr Fernstudierende, die zu Präsenzveranstaltungen nach Hagen kommen, werden sie als Ort der Kommunikation und des Gedankenaustausches nutzen. Sogar als Seminarraum ist sie durch ihre multifunktionale Ausstattung nutzbar. Angesichts der guten Zukunft, die Staatssekretär Dr. Michael Stückradt vom nordrhein-westfälischen Innovationsministerium der FernUniversität prognostizierte, wird die Bedeutung der Mensa sogar noch zunehmen. Die FernUniversität geht von immer mehr Studieninteressierten aus, die im Zuge lebenslangen Lernens für ein Universitätsstudium ihren Berufsweg nicht unterbrechen wollen. Sie hat der Landesregierung einen signifikanten Beitrag angeboten, wenn – nicht zuletzt durch das „Abitur nach zwölf Jahren“ – zwei Abitur-Jahrgänge gleichzeitig auf die Hochschulen zukommen.

„Wozu braucht eine Fernuniversität eine Mensa?“ fragte Dr. Michael Stückradt rhetorisch bei der offiziellen Einweihung der neuen Mensa der FernUniversität in Hagen am Donnerstag, 30. November. Der Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Ministerium für Innovation, Wirtschaft, Forschung und Technologie warf für seine Antwort einen Blick in Gegenwart und nähere Zukunft: Das Studiensystem der einzigen staatlichen deutschen Fernuniversität sei keineswegs rein virtuell, sondern ein ausgeklügeltes Miteinander von universitärer Fernlehre und Präsenzphasen. „Noch mehr als an anderen Universitäten ist die Mensa an der FernUniversität ein Ort der Kommunikation und des Austausches“, unterstrich Dr. Stückradt. Und ein Ort des tatsächlichen Lernens, denn das neue Gebäude ist so konzipiert, dass hier auch Seminarveranstaltungen stattfinden können. Der Staatssekretär zeigte sich überzeugt, dass die Hagener Universität im Hochschulsystem noch wichtiger wird.

Die Einführung gestufter Studiengänge arbeitet – ebenso wie der Trend zum lebenslangen Lernen – der FernUniversität zu: Nach dem Bachelor-Studium werden viele Absolventinnen und Absolventen von (Präsenz-)Hochschulen in den Beruf gehen. Und dann zurück zur Universität, um einen Master-Abschluss zu erreichen. Wenn sie ihren Karriereweg durch ein Studium nicht unterbrechen wollen, ist die FernUniversität ein idealer Partner. 80 Prozent ihrer Studierenden verbinden Studium und Beruf, 31 Prozent haben bereits früher ein Studium abgeschlossen.

Hinzu kommt eine weitere Entwicklung: In den nächsten Jahren braucht Deutschland 90.000 zusätzliche Studienplätze. 20.000 davon sollen in NRW entstehen: „Ein wichtiges Betätigungsfeld für eine Fernuniversität!“ unterstrich Dr. Stückradt, „für all’ das ist die Mensa wichtig.“

Erfreulich für sie war auch der Wunsch von Rolf Krähmer, Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW: „Ich möchte mehr für die FernUniversität bauen!“ Seine Finanzierungsdevise angesichts der zahlreichen FernUni-Standorte außerhalb ihres Campus’: „Bauen statt Mieten.“ Der Multifunktionsaspekt der neuen FernUni-Mensa hat für ihn Vorbildcharakter für weitere Projekte mit anderen Hochschulen. Der Hagener Oberbürgermeister Peter Demnitz wünscht sich, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger über die Mensa – die auch der Bevölkerung offen steht – den Weg in die FernUniversität finden.

Mit der Einweihung ging für die FernUniversität ein Wunsch seit ihrer Gründung in Erfüllung. Zentral gelegen und funktionell ist sie für Anlieferung und Entsorgung nach neustem Standard konzipiert. Vor allem ist sie ein lichtes, offenes und sich harmonisch in das Gebäudeensemble auf dem Campus einfügendes Gebäude mit weitem Ausblick in die Landschaft. „Hier macht es Freude, die Mahlzeiten einzunehmen und Pausen zu verbringen“, betonte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer.

Das gelungene Ambiente des Gastraumes wird durch die Luther-Spiegelwand betont, die seit den 80er Jahren ein Schattendasein im dunklen hinteren Bereich des Foyers im AVZ-Gebäude geführt hatte. Das Kunstwerk, 1980 gestaltet von Adolf Luther, kam dort nicht zur Wirkung, es fehlte das notwendige Licht.

Der Gastraum der Mensa ist – kaum sichtbar – ausgebaut als Seminar-, Klausur- und Veranstaltungsraum mit zwei in die Decke verfahrbaren Beamern und Leinwänden, ausreichender Beleuchtung für Klausurzwecke sowie einer modernen Mikrofon- und Beschallungsanlage. Somit kann die Mensa helfen, die sich immer deutlicher abzeichnenden Seminarraum-Engpässe zu beheben: „Insbesondere für die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge benötigen wir eine entsprechende Ausstattung“, so Prof. Hoyer, „es bleibt nur, die vorhandenen Möglichkeiten kreativ zu nutzen.“ Der Funktion als Veranstaltungsraum, die langes und ermüdungsfreies Sitzen erfordert, wurde auch die Bestuhlung angepasst.

Ganz besonders ging der Rektor auf die speziell eingerichtete Spielecke ein, die es Eltern ermöglicht, ungestört die besondere Atmosphäre der neuen Mensa zu genießen, während „für den Nachwuchs ebenfalls gesorgt ist“. Ebenso erfreut es ihn, dass der Zugang zur neuen Mensa barrierefrei gestaltet wurde.

In der Mensa wird gekocht Mit allem, was zum Kochen und Braten nötig ist, wurde die neue Mensa ausgestattet

Die Mensa ist im Vergleich mit den Mensen der Präsenz-Hochschulen ein kleines Haus, entspricht mit 210 Plätzen voll dem Bedarf der FernUni, die ihre Studierenden hauptsächlich während der Präsenzphasen auf dem Campus hat. Betrieben wird sie vom Studentenwerk Dortmund. Sie ist so ausgelegt, dass sie problemlos die Versorgung aller Einrichtungen der FernUniversität sicherstellen kann – also auch der Einrichtungen, nach den Vorstellungen der Hochschule noch auf dem Campus konzentriert werden sollen. Der derzeitige Einzugsbereich umfasst etwa 1.400 Nutzerinnen und Nutzer, 2.000 könnten es werden.

Betrieben wird die Mensa vom Studentenwerk Dortmund. Seit dem 21. Oktober hat ein Probebetrieb bewiesen, welche Möglichkeiten bestehen, wenn in modernen und nach neusten Erkenntnissen gestalteten Küchen- und Wirtschaftsräumen täglich frisch zubereitete Speisen angeboten werden.

Gerd Dapprich | 30.11.2006
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de