Seinen 65. Geburtstag feiert Prof. Dr. Helmut E. Lück am Samstag, 16. Dezember. Er leitet das Lehrgebiet Psychologie Sozialer Prozesse im Institut für Psychologie der FernUniversität in Hagen. Seine Forschungsinteressen und Veröffentlichungen liegen im Bereich der Sozialpsychologie, der Psychologiegeschichte und der Methodenlehre der Psychologie.
Im „Psychologiegeschichtlichen Forschungsarchiv (PGFA)“ befinden sich wahre Schätze wie etwa ein Teil des wissenschaftlichen Nachlasses von Hugo Münsterberg, Begründer der Wirtschaftspsychologie, der an der Harvard University ein psychologisches Labor aufbaute – Prof. Dr. Helmut E. Lück zeigt hier ein Foto des Wissenschaftlers
Bevor Helmut Lück, der in Lüdenscheid geboren wurde, 1978 nach Hagen kam, war er Wissenschaftlicher Rat und Professor für Psychologie (Schwerpunkt: Sozialpsychologie) an der Universität Duisburg. Studiert hatte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Köln, wo er 1969 auch promovierte.
In Hagen baute Helmut Lück mit seinem Team das Fach Psychologie auf. U. a. begründete er 1987 das Kurt Lewin Institut für Psychologie. Diese erfolgreiche Weiterbildungseinrichtung in der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften leitet er seither als Direktor. Auch dem Direktorium des Instituts für Geschichte und Biographie in Lüdenscheid gehört er an.
An der FernUniversität schätzt er nicht zuletzt, dass „man an ihr vieles machen kann“. So fand er immer die Vermittlung von Wissen über Medien spannend. Frühzeitig setzte er sich für den Einsatz von Filmen in der Lehre ein. Beispielgebend für andere Wissenschaftler – auch in anderen Fakultäten – waren die Entwicklungen seines Teams zu virtuellen Seminaren, in denen in Gruppen gearbeitet wird.
Mehr als ein Hobby wurde in den letzten 20 Jahren für ihn die Psychologiegeschichte: „Psychologen sind an der Geschichte ihres Fachs oft nicht interessiert“, bedauert er, „dabei haben wir hier an der FernUniversität einige interessante Entdeckungen zutage gefördert, die das Institut für Psychologie über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht haben.“ Besonders erfreut ist er über das „Psychologiegeschichtliche Archiv“ des Instituts, das er Mitte der 1990-iger Jahre mitbegründet hat: Die wissenschaftlichen Nachlässe, Schenkungen etc. dienen der Recherche. Gerade war ein japanischer Kollege zu Gast, der ausschließlich wegen bestimmter Archivbestände den weiten Weg auf sich genommen hat. Außer dem FernUni-Archiv gibt es nur ein weiteres dieser Art in Deutschland.
Leitmaxime seiner Lehre war immer: „Ich schreibe nichts, was ich als Leser nicht selbst verstehen würde.“ Daran hat er sich auch als Autor und Herausgeber wissenschaftlicher Werke gehalten: „Ich habe Spaß daran, wenn meine Bücher wahrgenommen und genutzt werden.“ Helmut Lück ist Herausgeber der Schriftenreihe „Beiträge zur Geschichte der Psychologie“ und Mitherausgeber der Zeitschriften „Gruppendynamik. Zeitschrift für angewandte Sozialpsychologie“ und „Journal für Psychologie“. Gemeinsam mit apl. Prof. Dr. Rudolf Miller gibt er die Schriftenreihe „Beiträge zur Sozialpsychologie“ heraus.
In seiner Freizeit widmet sich Helmut Lück seinen Hobbys: „Davon habe ich mehr als genug.“ Zusammen mit seiner Frau singt er in einem Gospelchor, erfreut sich an moderner Kunst („Ich verehre Emil Schumacher!“), sammelt Grafiken oder hört Musik fast aller Richtungen. Nicht zuletzt ist er auch Garten- und Naturfreund.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de