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Aktuelles - Februar 2007

Schnelle Erfolge

Ex-Praktikantinnen aus Doppeldiplom-Programm in Unternehmen vermittelt

Im vergangenen Sommer verbrachten vier hoch qualifizierte Wirtschafts-Diplomandinnen aus St. Petersburg vier aufschlussreiche Wochen im westfälischen Marl. Die Studentinnen hatten sich für ein von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität unterstütztes Praktikum qualifiziert. Vorraussetzung dafür waren ihre hervorragenden Noten im Doppeldiplom-Programm der FernUniversität mit der St. Petersburger Universität für Wirtschaft und Finanzen.

Seit einigen Wochen sind zwei der vier Absolventinnen wieder in der Gegend: In Selm arbeiten Ekaterina Gorelchenko (22) und Anna Petrushkina (21) für die SARIA Bio-Industries GmbH & Co. V&B KG. Bei der Infracor GmbH, einer Degussa-Tochter, hatte Petrushkina im letzten Sommer die Marktchancen für die Lackindustrie in Russland recherchiert. Gorelchenko hatte beim Mittelständler Plus Orthopedics alle Abteilungen des Unternehmens durchlaufen.

Über das Praktikanten-Programm war der SARIA-Vorstand auf die ehrgeizigen Absolventinnen aufmerksam geworden. Das Unternehmen verwertet Schlachtnebenprodukte und Lebensmittelreste. Aus den gewonnenen Rohstoffen stellt SARIA Vorprodukte für Haustiernahrung, Industrie-Fette, Alternativbrennstoffe und Biodiesel her. Die RETHMANN-Tochter ist in acht Ländern vertreten und denkt daran, auch in Russland und Osteuropa zu investieren.

Ex-Praktikantinnen Anna Petrushkina, Uwe Durchfeld und Ekaterina Gorelchenko (von links) zu Besuch an der FernUniversität.

Da die ehemaligen Praktikantinnen von der FernUni sowohl den russischen wie auch den deutschen Markt kennen, fließend beide Sprachen sprechen und ihren Uni-Abschluss fast in der Tasche haben, erinnerte man sich an sie. SARIA bot ihnen einen interessanten Arbeitsvertrag an: Für ein Jahr arbeitet Gorelchenko in Selm im Unternehmenscontrolling mit. Sie wird Abläufe und unternehmenseigene Kennzahlen genau kennen lernen. Nach diesem Jahr wird sie nach St. Petersburg zurückkehren und von dort aus die Expansion des Unternehmens begleiten. Petrushkina ist ebenfalls für mehrere Wochen in Selm: Sie lernt alle Abteilungen und Unternehmensbereiche kennen. SARIA wird die weitere Entwicklung des Unternehmens in Russland und Osteuropa gemeinsam mit ihr strategisch angehen.

Das Interesse des Unternehmens an den hervorragend ausgebildeten Wirtschaftswissenschaftlerinnen war groß: Man scheute auch den Aufwand nicht, sich für die beiden um Arbeitspapiere und Wohnungen zu kümmern. Ohne diese bürokratischen Erfordernisse wären die ehemaligen Praktikantinnen vielleicht noch schneller wieder in Deutschland gelandet: „Wir hatten schon im September entschieden, dass wir die Sache machen wollten“, berichtet Uwe Durchfeld, Leiter des Controllings bei SARIA.

Bis alle Papiere vollständig waren, wurde es Januar. Seit einigen Wochen arbeiten die beiden Absolventinnen nun im Unternehmen. „Ich habe schon in den ersten zwei Wochen so viel Neues gesehen, das ist wunderbar“, erzählt Gorelchenko. Ihr Diplom von der Universität für Wirtschaft und Finanzen hat sie bereits bestanden. Am Diplom der FernUniversität arbeitet sie noch – ihr Ziel, in einem internationalen Unternehmen zu arbeiten, hat sie schon erreicht.

Anemone Schlich | 01.02.2007
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