Begeistert gratuliert die FernUniversität in Hagen ihrem Studenten Torsten Jansen zum Gewinn der Handball-Weltmeisterschaft. HSV-Spieler Jansen, der in der Nationalmannschaft die Nummer 15 trägt und ein fantastisches Turnier gespielt hat, studiert Politik und Geschichte im neunten Semester. In den letzten Wochen allerdings hat er nicht viel an sein Studium gedacht: Eher hat er seine Uni ebenso wie ganz Deutschland ins Handball-Fieber versetzt. In einem Brief gratulierte heute der Rektor der FernUniversität, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Jansen zu diesem Wintermärchen.
Der 30-Jährige ist ein ruhender Pol in der Nationalmannschaft und gleichzeitig einer der besten Spieler der gesamten WM. Unauffällig hielt er sich im Hintergrund, umso effektiver warf er. Auf der Linksaußen-Position warf er entscheidende Tore, in der Abwehr wurde er mit den stärksten Gegnern fertig: Eine komplette Vorstellung des gelassenen Spitzenspielers, der deshalb inzwischen als Alleskönner gilt.
Auch das breite Themenspektrum seiner Studienfächer schätzt Jansen – er gilt als Bücherwurm, der Literatur nicht nur ins Trainingslager mitbringt, sondern sie auch noch liest. Das Teilzeit-Studium an der FernUniversität ermöglicht es ihm, zeitlich und räumlich flexibel zu studieren. Denn an Vorlesungszeiten wie an einer Präsenzuniversität können sich Leistungssportler kaum halten.
Handball hat dabei für Jansen immer Priorität vor dem Studium, das Schritt für Schritt vorankommt. Doch „nur Sport" wäre ihm zu wenig, dabei ist seine sportliche Karriere bisher beispielhaft verlaufen. Mit fünf Jahren schon warf Jansen die ersten Bälle. Nach dem Abitur, während seiner Banklehre in Solingen, spielte er bereits in der Bundesliga. Er wechselte nach Nordhorn, wechselte wieder, dieses Mal zum Hamburger SV. Seit dem Jahr 2004 folgen die Höhepunkte dicht aufeinander: Zuerst die Europameisterschaft, dann die Silbermedaille in Athen, 2006 der Pokalgewinn mit dem Hamburger SV, jetzt die Weltmeisterschaft.
Über seine sportlichen Perspektiven spricht Jansen gelassen. „Das kommt von allein", ist er sicher. Natürlich kann eine Verletzung immer dazwischen kommen. Doch wenn er trainiert und sich erreichbare Ziele steckt, wird es noch lange laufen, das weiß er. Genau so macht er es im Studium.
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