Das Historische Institut der FernUniversität hat für seine Studierenden erstmals eine Geschichtswoche organisiert. Die Lehrenden machten mit den Präsenzveranstaltungen, die auf dem Campus stattfanden, ein beachtliches Angebot für alle Studierenden des Fachs Geschichte: In einem komplexen Zeitgefüge boten sie Übungen, Seminare, Vorlesungen und Vorträge zu den Themen aller Lehrgebiete an. Von der Schreib- oder Quellenübung bis hin zum Forschungs- und Examenskolloquium reichte das Angebot. Die Studierenden konnten außerdem die Sprechstunden der Lehrenden und die Studienberatung nutzen.
Eingeladen waren sowohl Studierende der Bachelor-Studiengänge Kulturwissenschaften sowie Politik und Organisation, des Master-Studiengangs Formierung der Europäischen Moderne wie auch der auslaufenden Magisterstudiengänge. Die kompakte Organisation mit gebündelten Angeboten in einer Woche kam den Studierenden offenbar sehr entgegen: Über 120 Interessierte hatten sich angemeldet. Viele von ihnen hatten so viele Veranstaltungen belegt, wie der Zeitplan zuließ. Andere kamen gezielt beispielsweise zum Examenskolloquium.
Fast alle Plätze besetzt schon zur Eröffnung der Geschichtswoche.
Zu Beginn informierte Prof. Dr. Felicitas Schmieder die angereisten Studierenden über den Ablauf der Studienwoche, Details des Scheinerwerbs, die Sprechstunden der Lehrenden, Arbeitsmöglichkeiten in Bibliothek und Computer-Pool bis hin zur abendlichen Verpflegung in Hagener Restaurants. Ein Begrüßungstisch mit allen Informationen, Info-Tafel, Getränken und Gebäck empfing die Studierenden außerdem bereits im Foyer. Das Institut möchte das Angebot in Zukunft wiederholen und bat auch deshalb die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um eine differenzierte Seminarkritik. Ein erstes Fazit: Viele fanden es toll, andere Studierende persönlich kennen zu lernen und sich über Probleme und Erfolge im Geschichtsstudium auszutauschen.
Mit einem Vortrag über die deutsche Einigung hatte Prof. Dr. Peter Brandt die Geschichtswoche eröffnet. Er beschrieb in einer historischen Rückschau bis ins Heilige Römische Reich Deutscher Nation die Belastungen und Verwerfungen der Nationenbildung in Deutschland. Deutschland habe heute eine neue und wichtige Rolle in Europa; das Verhältnis zur eigenen Nation sei aber nach wie vor gebrochen, bilanzierte er: Zu asymmetrisch verlief die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.
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