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Aktuelles - April 2007

„Wir waren die Ersten“ des Hagener Masterstudiums Management

Erste Abschlüsse bei universitärer Weiterbildung für Führungskräfte

„Wir waren die Ersten!“ können sich die 24 Absolventinnen und Absolventen des weiterbildenden Studiengangs „Hagener Masterstudium Management“ freuen, die das Hagener Institut für Managementstudien e. V. (HIMS) am 22. März in einer Feier ehrte. Dieses Fernstudium wird von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität in Hagen in Zusammenarbeit mit dem HIMS angeboten. Es vermittelt gezielt vertieftes Managementwissen, das für ein dynamisches und erfolgreiches Gestalten und Steuern von Unternehmen erforderlich ist. Das Masterstudium baut auf dem erfolgreichen „Hagener Zertifikatsstudium Management“ auf.

Zwei erfolgreiche Studierende blickten in Kurzvorträgen auf die letzten Jahre zurück. Saskia Schmidt-Ulm lobte besonders das Gruppengefühl, das während der harten Arbeit und durch die „intensive Zeit“ in den Präsenzphasen immer besser wurde: Lerngruppen bildeten sich, Erfahrungen wurden ausgetauscht, Teams arbeiteten bei Hausarbeiten zusammen. Ganz besonders freut sie sich über eine Einzigartigkeit: „Wir waren die Ersten!“

Für Saskia Schmidt-Ulm selbst begann schon während des Fernstudiums eine neue Zeit: Sie hatte zunächst mit dem Hagener Zertifikatsstudium Management begonnen, weil sie gerne in die Wirtschaft wechseln wollte. Dann machte sie im Masterstudium weiter. Zwischendurch bewarb sie sich und machte dabei beste Erfahrungen: „Meine Anwaltsausbildung wurde natürlich vorausgesetzt, insbesondere aber die Kombination mit dem Hagener Management Studium stieß auf großes Interesse.“ Heute ist sie in der Personalpolitik eines Unternehmens im Bereich Grundsatzfragen juristisch und betriebswirtschaftlich tätig, unter anderem entsprechend ihrer Masterarbeit im Rahmen eines strategischen Personalentwicklungsprojektes.

Über ähnliche Erfahrungen hätten auch andere berichten können, etwa ein Vorstandsassistent, der zuvor Kompaniechef bei der Bundeswehr war und der seine neue Position ebenfalls zu einem guten Teil der erfolgreichen Teilnahme am vorherigen Hagener Zertifikatsstudium Management verdankte.

Der zweite Referent aus dem Absolventenkreis, Sascha Pohl, referierte kurz über die Motivationen des ersten Jahrgangs: Einige wollten ihre Arbeitszufriedenheit steigern, andere ihr „individuelles Personalvermögen“. „Und es sollen auch welche dabei gewesen sein, für die es auf den Master-Titel ankam“, schmunzelte er. Seine besondere Erfahrung war zu erkennen, wie „kostbar Freizeit“ ist. Während andere die Fußball-WM schauten, studierte er zuhause: „Das hat nicht jeder verstanden – aber jetzt fragt niemand mehr danach.“ Beirren ließ er sich nicht, und die Kommilitoninnen und Kommilitonen auch nicht: „Fast alle haben durchgehalten, ein gutes Zeichen!“ Und das parallel zu einem Beruf, der für keine der heutigen und zukünftigen Führungskräfte nach 40 Arbeitsstunden endet.

Für die 24 war es in zweifacher Hinsicht ein besonderer Tag, betonte HIMS-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Jürgen Weibler: Zum einen, weil die letzten Prüfungen abgelegt wurden. Zum anderen, weil sie die Gewissheit hatten: Wir haben es geschafft, für unsere berufliche Zukunft und ganz besonders für uns selbst. Dies habe beim Masterstudium eine noch größere Bedeutung als beim Zertifikatsstudium: „Sie haben noch zwei Semester drangehängt und noch mehr geleistet, für die Masterarbeit Ihre Gedanken strukturiert und auf rund 50 Seiten zu Papier gebracht.“

Geschenkt wurde ihnen dabei absolut nichts, das dokumentieren die Noten der Masterarbeiten: Es waren nicht nur mehrere sehr gute dabei, sondern es wurde das gesamte Notenspektrum ausgenutzt. Insgesamt war der Zensurendurchschnitt aber noch einmal besser als im Zertifikatsstudium: „Sie haben also ganz eindeutig noch einmal ‚eine Schüppe draufgelegt‘“, lobte Prof. Weibler.

Das galt für alle, gleich ob Ingenieur oder Museologin, Physiker, Juristin, Kaufmann oder Philosoph. Auch die beruflichen Funktionen der 32- bis 49-Jährigen sind weit gefasst, vom Unternehmensberater über Abteilungsleiterinnen und -leiter bis hin zu Personalreferenten. Einige der Studierenden haben früher bereits promoviert. Sie leben in ganz Deutschland, zwei in der Schweiz und eine in Belgien. Den weitesten Weg hatte ein Absolvent, der derzeit in China arbeitet.

Weil er schnell dahin zurück musste, verpasste er leider den Vortrag des HIMS-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Dr. Gerhard E. Ortner über „Betriebswirtschaftliche Allgemeinbildung – Gutenberg statt Goethe.“ Und wer diese hat, der weiß auch, dass hier nicht der Erfinder der modernen Drucktechnik gemeint war, sondern Erich Gutenberg, der Begründer der modernen Betriebswirtschaftslehre.

Gerd Dapprich | 03.04.2007
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