Mit drei Veranstaltungen beteiligt sich die FernUniversität in Hagen an den Hagener Europawochen, die vom 5. bis 24. Mai stattfinden. In diesem Jahr gibt es gleich zwei runde Jubiläen: den 50. „Geburtstag“ Europas (Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge) und die zehnte Auflage der Europawochen, die in Hagen traditionell in der ersten Maiwoche beginnen
Am Mittwoch 9. Mai, spricht Prof. Paolo Ridola, Inhaber des Lehrstuhls des vergleichenden Verfassungsrechts an der Juristischen Fakultät der Universität La Sapienza, Rom, über das Thema „Der Einfluss des Regierungswechsels in Italien auf das Verfassungsverständnis und die Rechtsstaatlichkeit“. Die Veranstaltung findet von 18.15 bis 20.00 Uhr im Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen statt, das alle politisch interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Fleyer Straße 55 einlädt. Der Vortrag befasst sich u.a. mit der Verflechtung von Politik und Wirtschaft im Fall Berlusconi, der Polarisierung des politischen Systems und den Diskussionen über Verfassungsreformen in Italien sowie dem Thema der Europatauglichkeit der Verfassungsreformen. Anmeldung bis zum 4. Mai: Telefon 02331 / 987-2912, Fax: 02331 / 987-2333, E-Mail: iev@fernuni-hagen.de.
Um „Europa der Eliten oder Europa für alle?“ geht es am Dienstag 22. Mai, 19.00 bis 21.30 Uhr, in einer Veranstaltung des Instituts für Frieden und Demokratie der FernUniversität in Hagen. Nach den gescheiterten Verfassungsreferenden in Frankreich und den Niederlanden kommen die Diskussionen über die Wiederaufnahme des europäischen Integrationsprozesses und die Zukunftsperspektiven der EU nur mühsam wieder in Gang. Sinnvoll dürfte jedenfalls sein, sich in Zukunft nicht mehr einfach auf die mehr oder weniger reibungslose Zusammenarbeit der europäischen politischen Eliten zu verlassen, sondern das „Projekt EU“ in allen beteiligten Ländern breit zu diskutieren.
Zu richtungswiesenden Fragen wie „Die EU als ‚Staat ohne Grenzen‘ – geht das überhaupt?“, „Wie sähe das aus: ein demokratisches, ein soziales, ein friedliches Europa – und welche Tendenzen laufen dem zuwider?“ oder „EU, Europarat, Europäische Verträge – wer schaut da eigentlich durch?“ nehmen kurze Beiträge von FernUni-Wissenschaftlern Stellung: Dr. Martin List, Prof. Dr. Hajo Schmidt und Prof. Dr. Georg Simonis diskutieren im und mit dem Publikum., Veranstaltungsort ist das ehemalige TGZ, Raum 2, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen.
Am Mittwoch 23. Mai, 18.00 bis 20.00 Uhr, heißt es „Meine Farbe ist... Kulturelle Orte als Lernorte interkultureller Kompetenz“. Nahezu jeder sechste Einwohner Deutschlands stammt schon heute aus einem ethnisch-kulturellen Milieu, das nicht von deutscher Kulturtradition geprägt ist. Als Zuwanderungsland muss Deutschland sich in den kommenden Jahren stärker als bisher auch mit den gesellschaftspolitischen Konsequenzen dieser Entwicklung beschäftigen. Welche Bedeutung kommen Kunst und Kultur im gesellschaftlichen Integrationsprozess zu? Welche kulturellen Lernorte können wir in Hagen bieten, um den interkulturellen Diskurs zu beflügeln? Über die Ergebnisse des interkulturellen Prozesses in Hagen wie in NRW berichtet Rita Viehoff, Kulturamtsleiterin und Mitglied des Interkulturforums der Staatskanzlei NRW im Rahmen der Reihe „Frauen im Gespräch“.
Veranstaltungsort ist der Vortragssaal der FernUniversität „Galerie oben“, Fleyer Str. 204, 58097 Hagen, Veranstalter sind die Gleichstellungsstelle der FernUniversität in Hagen und die VHS Hagen in Kooperation mit dem Osthausbund und der Gleichstellungsstelle der Stadt Hagen.
Das gesamte Programm der 10. Hagener Europawochen ist unter http://www.europa.wfg-hagen.de/europaarbeit/europaarbeit_europawochen.htm zu finden.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de