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Aktuelles - Juli 2007

Virtuelle Statistik-Ausbildung

Gastwissenschaftler der Open University of Japan in Hagen

Auch in Japan gibt es eine Fernuniversität: Es ist die seit 1983 bestehende Open University (OU) of Japan, die bis vor kurzem noch University of the Air hieß. Diese Hochschule ist mit etwa 100.000 Studierenden und über 50 Studienzentren die größte Bildungsinstitution in Japan. Lehrinhalte wurden hier bisher vor allem über Printmedien sowie Fernseh- und Radioprogramme vermittelt, die durch Präsenzphasen an Studienzentren ergänzt werden. Die OU of Japan will erst jetzt stärker auch E-Learning und internetgestützte Lehre in den Medienmix einbinden und hat ein Pilotprojekt „Statistics for Everyday“ gestartet. Zu einem schon vorhandenen Printkurs soll hier in Kooperation mit Experten zweier Tokioter Hochschulen (Prof. Michiko Watanabe, Toyo University / Prof. Kazunori Yamaguchi, Rikkyo University) eine elektronische Version mit Animationen und Experimenten entwickelt werden, die dann auf DVD und über das Internet verbreitet wird.

Der Projektverantwortliche an der OU of Japan, Prof. Keisaku Kumahara, stattete der FernUniversität in Hagen einen Kurzbesuch ab, um sich hier über das System „FernUniversität in Hagen“ allgemein und insbesondere über virtuelle Lernangebote für die Statistikausbildung zu informieren und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Das Interesse des Besuchers galt vor allem dem FernUni-Beitrag zum Multimedia-Projekt „Neue Statistik“ (Visualisierung von statistischen Konzepten über netzbasierte Experimente) und der Multimedia-CD-ROM „Beschreibende Statistik“ (Weiterbildungsangebot mit Tonunterstützung). Beide Entwicklungen entstanden in fakultätsübergreifender Kooperation (Prof. Dr. Gunter Schlageter / Dr. Eberhard Heuel / Dr. Ulrich Marty - apl. Prof. Dr. Hans Joachim Mittag).

Da die beiden Tokioter Hochschulen schon auf der Basis einer Lizenzvereinbarung an den Hagener Entwicklungen partizipieren, sind die Bedingungen für eine Einbeziehung der OU of Japan nach Einschätzung von Prof. Mittag günstig. Prof. Kumahara zeigte sich jedenfalls mit den Ergebnissen seines Besuchs sehr zufrieden und hofft auf eine enge Zusammenarbeit mit der FernUniversität.

Gerd Dapprich | 05.07.2007
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