Führende Referentinnen und Referenten sprachen kürzlich an der FernUniversität in Hagen über die modernen Unternehmen unserer Gesellschaft und deren Wechselbeziehungen mit ihr. Die Tagung „Die Gesellschaft der Unternehmen – Die Unternehmen der Gesellschaft“ der Sektion „Soziologische Theorien“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie stieß auf großes Interesse. Uwe Schimank – Professor für Soziologie II /Handeln und Strukturen in der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität – hatte sie gemeinsam mit Andrea Maurer von der Universität der Bundeswehr München koordiniert.
Prof. Dr. Uwe Schimank eröffnete die Tagung
Trotz einiger einschlägiger Arbeiten waren Unternehmen lange Zeit kein wichtiges Thema in der Soziologie. In erster Linie befassten sich die Wirtschaftswissenschaften mit ihnen, obwohl sie als eine der wichtigsten Arten von Organisationen in unserer Gesellschaft unzweifelhaft einen zentralen gesellschaftlichen Teilbereich darstellen. Erst die neuere Wirtschaftssoziologie, die von der US-amerikanischen Forschung ausgehend schließlich auch in Europa und speziell in Deutschland begonnen wurde, hat sich neben dem Markt als institutioneller Ordnung nun auch den Unternehmen zugewandt.
Im ersten Teil der Tagung wurde in verschiedenen Beiträgen nach den„Unternehmen der Gesellschaft“ gefragt. Wie sind Unternehmen mit ihrer genuinen Logik des Profitstrebens und ihren hierarchischen Strukturen entstanden, was sind ihre sozial-kulturellen Voraussetzungen und was stützende Institutionen? In diesem Kontext setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit den Auswirkungen wirtschaftsfremder Vorstellungen auf die Unternehmen auseinander. Sie diskutierten wie Unternehmen mit Themen wie ökologische Nachhaltigkeit oder Diversity (Verschiedenheit), die z. B. über den Druck sozialer Bewegungen an sie herangetragen werden, umgehen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten interessiert zu
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