Prof. Lenelis Kruse
Nachhaltige Entwicklung: Das beinhaltet für Lenelis Kruse auch „Friedenspolitik“ – „George W. Bush hat noch nicht kapiert, dass der Kampf um Ressourcen real ist!“ Und nachhaltige Entwicklung ist auch Gerechtigkeit und hat viele weitere Facetten.
Dass Politiker allein die weltweiten Probleme des Klimawandels in den Griff bekommen werden, glaubt sie nicht. Schon die in Auftrag gegebenen Gutachten sind den meisten Politikern viel zu umfangreich, nicht auf einer Seite zu beschreiben, die Lösung nicht in einem plakativen Absatz formulierbar. Angesichts globaler Probleme „können wir uns einen politischen Horizont, der nur bis zum Beginn des nächsten Wahlkampfs reicht, nicht mehr leisten.“ Wahlperioden bestimmen Inhalte – „Das ist doch lachhaft!“
Nein, die Menschen müssen aktiv werden, jeder und jede Einzelne. Und hier setzt für Lenelis Kruse die Aufgabe der Psychologie an: Umwelt, egal ob natürliche oder „gebaute“, hat großen Einfluss auf menschliches (Zusammen-)Leben. Und umgekehrt beeinflussen und verändern Menschen ihre Umwelt: „Wir müssen die Umwelt verbessern, um die Bedürfnisse von Menschen besser zu befriedigen. Dabei machen wir die Umwelt heute eher kaputt!“ Umweltschutz ist für sie nichts anderes, „als die Menschen zu motivieren, dass sie ihr Verhalten ändern müssen.“ Und zwar, um letztendlich den Bedürfnissen der Menschen und denen der Umwelt gerecht zu werden.
Die sicher auch unbequemen „Überlegungen einer Umweltpsychologinnen“ wird Prof. Dr. Lenelis Kruse am Donnerstag, 15. November, in der „Leseruni“ der Westfalenpost mit der FernUniversität in Hagen deutlich machen. Der Eintritt ist wie immer kostenfrei.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de