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Aktuelles - Oktober 2007

„BeSt“-Partnerschaft mit Berufskolleg für die FernUniversität ein wichtiger Modellversuch

Nur Gewinner bei Ausbildung in Betrieb und Schule plus Studium

„Dass es einfach ist, wäre gelogen, es hat bisher aber geklappt.“ Mareike Hopp ist Auszubildende als Industriekauffrau und studiert Wirtschaftswissenschaft im zweiten Semester. Sie ist eine von zwei Dutzend Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Kaufmannsschule der Stadt Krefeld, die an dem Projekt „BeSt in time Doppelqualifikation Studium und Berufsausbildung“ teilnehmen, bei der die Schule und die FernUniversität in Hagen partnerschaftlich zusammenarbeiten.

„BeSt in time“ermöglicht es Schülerinnen und Schülern mit Hochschulzugangsberechtigung, gleichzeitig mit ihrer Ausbildung in Unternehmen und Berufskolleg Wirtschaftswissenschaft oder Wirtschaftsinformatik an der FernUniversität zu studieren. Beide Studien führen zum Universitätsabschluss Bachelor of Science (B. Sc.), dem anschließend auch Masterabschluss und sogar Promotion folgen können. „Für uns ist das ein wichtiger Modellversuch!“ versicherte Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität in Hagen, bei seinem Besuch am 26. Oktober der Schulleiterin Germaine Janßen-Schaffrath. Vertreterinnen und Vertreter der Schule und der Universität diskutierten über das Projekt, entwickelten erste Gedankenansätze für die Zukunft.

Ausbildung oder Studium? Für Schule und FernUni bieten stattdessen die Alternative ,Job und Master’“. Die Doppelqualifikation richtet sich ist dabei nicht nur an zukünftige Kaufleute der verschiedensten Richtungen und an Fachinformatiker, sondern z. B. auch an Auszubildende im juristischen oder steuerlichen Bereich. An der FernUniversität können sie statt des Vollzeitstudiums in sechs Semestern in Teilzeitform (neun Semester) studieren. Mareike Hopp hebt die gute Betreuung in Studienzentrum und Berufskolleg hervor: „Wichtig ist die zusätzliche mentorielle Begleitung in der Schule.“ Die studierenden Schüler werden von ihren Arbeitgebern teilweise unterstützt, hat sie festgestellt. Diese können ihre Azubis so besser an sich binden, unterstrich Prof. Hoyer: „Oft gehen Azubis ja nach dem Ende der Ausbildung zur Universität und kommen nicht mehr zurück.“ Studierende Azubis haben erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse, sie vernetzten schon beim Berufseinstieg berufliches und universitäres Wissen.

Hoyer dankte der Stadt, der Schulleitung, dem „Verein zur Förderung der FernUniversität und der wissenschaftlichen Weiterbildung e.V.“ und der Unternehmerschaft für partnerschaftliche Zusammenarbeit, Unterstützung und kreative Ideen. Germaine Janßen-Schaffrath versprach ihm, dass „das Projekt ausbaubar ist und dass wir noch mehr eigene Ideen einbringen werden“.

Der Besuch in der Schule endete mit einem kurzen Rundgang: Schulleiterin Germaine Janßen-Schaffrath, Dr. Heike Brand und Kirsten Pinkvoss (Dez. 2) sowie Hans Dieter Kolossa (Dez.5) von der FernUniversität, Lehrer Mike Brömmel und Schülerin Mareike Hopp, Lehrer Helmut Schffrath (vorne), Jutta Roßbach (Studienzentrum) und FernUni-Rektor Helmut Hoyer
Gerd Dapprich | 31.10.2007
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