„Viele FernUni-Angehörige im Publikum“ sah Prof. Dr. Claudia de Witt bei ihrer Eröffnungsrede zum zweiten Tag der „wissensoffensive 07“ am 22. November im Hagener Sparkassenkarree. Vertreterinnen und Vertreter der FernUniversität in Hagen und von einigen ihrer An-Institute brachten sich an beiden Tagen ein in den erstmals durchgeführten Fachkongress der Wirtschaftsförderung Hagen GmbH mit Ausstellung und Praxisforum. Am zweiten Veranstaltungstag setzte sich Prof. de Witt, Leiterin des Lehrgebiets Bildungstheorie und Medienpädagogik der FernUniversität, in ihrem Eröffnungsvortrag „Lernen im Dialog – Quo vadis (berufliche) Bildung im Web 2.0?“ mit Bildungstrends und ihren Umsetzungen unter Nutzung von Potentialen des Web 2.0 auseinander. Das Web 2.0, das im Grunde nur neue Anwendungen für bereits bestehende Technologien beinhaltet, ist gekennzeichnet durch die Aufhebung der Grenzen zwischen den Verfassern von Inhalten und deren Rezipienten, zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, zwischen lokal und global.
Prof. Dr. Claudia de Witt
Einige der Prognosen von Claudia de Witt: Die Informationsflut wird durch die Personalisierung der Informationsversorgung steigen, Lehr- und Lernprozesse verändern sich, die Motivation und die Qualifizierungen können verbessert werden, Lernprozesse werden flexibler und besser. Für die Entwicklungen, die viele Lern- und auch Arbeitsbereiche betreffen, fand sie die Schlagworte Teilen (z. B. von Wissen), Kollaborieren (verstärkt zusammen arbeiten) und Partizipieren (bereits Vorhandenes nutzen).
Einiges von dem, was die Wissenschaftlerin aufzeigte, wird in dem Projekt „wislearn“ bereits praktiziert. In diesem Modellprojekt von wisnet e.V. und der fünf Hagener Berufskollegs wurde ein passgenaues „Lernmanagement-System“ entwickelt, den dem bereits 2.000 der 10.000 Schüler und Schülerinnen und zahlreiche Lehrende sowie kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe aus der Region profitieren. Projektträger ist wisnet e.V., Mitgliedsfirmen sind CampusSource und das FernUni-Spin off „i-world GmbH“ sowie die Wirtschaftförderung Hagen GmbH.
Im Rahmen des Projekts wurde die Open Source Plattform metacoon den besonderen Belangen von Berufskollgs und Ausbildungsbetrieben angepasst. Für die technische Umsetzung war CampusSource verantwortlich.
CampusSource-Geschäftsführer Manfred Postel hielt am ersten Veranstaltungstag den Vortrag „Open Source-Lernmanagement-Systeme für Unternehmen und Institutionen“, am zweiten „Lernmanagement-Systeme für Unternehmen und Bildungseinrichtungen – Kriterien und Auswahlstrategie“. Ihm folgte Jun.-Prof. Dr. Michael Klebl, CSCL (Computer Supported Collaborative Learning), mit „Integrierte Lernszenarien: Handlungsorientiert lernen mit wislearn“. Prof. Dr. Gunter Schlageter, Lehrgebiet Praktische Informatik I – Informationssysteme und Datenbanken, nahm an „Talk: Köpfe und Visionen“ teil.
Referate hielten Ulla Reichberg, i-world („Kleine Tools – große Wirkung: Mehr Effizienz in unternehmensspezifischen Ablauf- und Informationsprozessen“), Uwe Steinmann, MultiMedia Kommunikationssysteme GmbH („Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung beim Einsatz neuer Medien im Betrieb – Maßnahmen und Strategien“), und Uwe Manthey, Institut für Kooperative Systeme GmbH („Online-Dienstleistungen der kommunalen Verwaltung“).
Der Stand der FernUniversität
Natürlich war die FernUniversität auch mit einem Stand vertreten. Dr. Claudia Thielmann-Holzmayer vom Hagener Institut für Managementstudien e.V. in der FernUni-Fakultät für Wirtschaftswissenschaft konnte sich hier über Interesse und gute Kontakte freuen: „Ein Vertreter eines großen deutschen Industriekonzerns erkundigte sich sogar ziemlich konkret nach gleich mehreren freien Studienplätzen – hoffentlich wird das was“, freute sie sich über die gezielte Nachfrage. Schleppender lief die Nachfrage im Bereich der allgemeinen Studienberatung und der Weiterbildung „Projektmanagement“, stellten Doris Janßen und Reinhard Wiegard (Dez. 2.) sowie Barbara Gruschczyk, Lehrgebiet Praktische Informatik I - Informationssysteme und Datenbanken (Prof. Schlageter) bei dieser „Premiere“ fest.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de