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Aktuelles - November 2007

Einblicke in die gesellschaftliche Welt von heute und morgen mit der „Coesfelder Bürgeruniversität“

Nur Interesse, aber keine Vorkenntnisse nötig

Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland und Europa behandelt die neue „Coesfelder Bürgeruniversität“, die die Ernsting’s family-Stiftungsprofessur Soziologische Gegenwartsdiagnosen der FernUniversität ab dem 26. Januar 2008 im Coesfelder WBK – Wissen-Bildung-Kultur anbietet.

Unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten der FernUniversität in Hagen erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die gesellschaftliche Welt von heute und morgen. Diese Seminarreihe richtet sich nicht nur an Schüler und Studierende, sondern an jeden im gesamten Münsterland, der an gesellschaftlichen Problemen und den Beiträgen zu ihrer Lösung interessiert ist, z. B. Berufstätige und Rentner. Daher setzen die einzelnen Seminare auch keine Vorkenntnisse voraus. Die Teilnahme ist kostenfrei, nur eine rechtzeitige Anmeldung notwendig. Gestaltet wird das Programm von Prof. Dr. Holger Lengfeld, Ernsting’s family-Stiftungsprofessur Soziologische Gegenwartsdiagnosen.

Ansprechpartner und Anmeldung:

FernUniversität in Hagen

Lehrgebiet Soziologie IV: Soziologische Gegenwartsdiagnosen

(Ernsting’s family-Stiftungsprofessur)

58084 Hagen

Tel.: 02331 987 – 4743, Fax: 02331 987 – 4127, E-Mail: sekretariat.gegenwartsdiagnosen@fernuni-hagen.de, http://www.fernuni-hagen.de/soziologie/sozIV/

Veranstaltungsort:

Studienzentrum Coesfeld

WBK - Wissen Bildung Kultur in Coesfeld

Osterwicker Straße 29

48653 Coesfeld

Das Programm

26. Januar 2008, 10.00 bis 14.00 Uhr

Einmal unten- immer unten? Chancengleichheit in Deutschland

Seminarleitung: Prof. Dr. Holger Lengfeld und Dr. Jochen Hirschle

Die Einkommen werden ungleicher, Reiche werden immer reicher, die Bildungschancen hängen in Deutschland – wie in kaum einem anderen europäischen Land – stark von der sozialen Herkunft ab. Befinden wir uns also wieder auf dem Weg in die Zwei-Klassengesellschaft?

Im Seminar geht es um die Frage, ob die Chancen auf ein erfülltes Leben immer ungleicher werden. Zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden die Formen von Chancenungleichheit erarbeitet, es wird aufgezeigt, welche Bevölkerungsgruppen besonders betroffen sind, und es wird diskutiert, warum es offenbar so schwer ist, die Lebenschancen von sozial Benachteiligten dauerhaft zu verbessern.

Anmeldefrist: 14. Januar 2008

9. Februar 2008, 10.00 bis 13.00 Uhr

Verstädterung: Blutet das Land aus?

Seminarleitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Bertels

Die Menschen zieht es in die Städte. Seit der Herausbildung der stadtbezogenen Hochkulturen vor mehr als sechstausend Jahren ist der Gegensatz von Stadt und Land ein wichtiges Merkmal der Differenzierung von Lebensformen und Verhaltensweisen.

Was charakterisiert das Leben in der Kleinstadt und in der Großstadt? Welche neuen Tendenzen haben sich im Verhältnis von Stadt und Land herausgebildet? Wie wird der Verstädterungsprozess bewertet? Welche Bedeutung haben die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für das Leben in großen und kleinen Städten? Was bedeutet der demographische Wandel in diesem Zusammenhang? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Anmeldefrist: 26. Januar 2008

12. April 2008, 10.00 bis 13.00 Uhr

Identität heute: Wer sind wir eigentlich?

Seminarleitung: Prof. Dr. Dr. Heinz Abels

Die Frage, wer wir sind, kommt uns vermutlich nicht so oft in den Sinn. Gleichwohl scheint jeder davon auszugehen, dass er unverwechselbar und so normal wie alle ist. Wie gehen wir mit diesem Problem um? Wie stellen wir uns vor den anderen dar und wie schützen wir uns vor möglichen Beschädigungen unserer Identität? Ist Identität in der Moderne grundsätzlich in der Krise? Kann das Internet kompensieren, was uns im Alltag verwehrt oder dort vielleicht gar nicht mehr gebraucht wird? Diese Themen wird Prof. Heinz Abels im Seminar zur Diskussion stellen.

Anmeldefrist: 29. März 2008

14. Juni 2008, 10.00 bis 14.00 Uhr

Kopf oder Zahl? Wie Entscheidungen in Organisationen getroffen werden

Seminarleitung: Prof. Dr. Sylvia Wilz

Wie Organisationen Entscheidungen treffen, das scheint schnell geklärt. Je genauer man hinschaut, desto schwieriger ist es zu verstehen, wie Entscheidungen tatsächlich getroffen werden: nach wirtschaftlichem Kalkül, nach reiflicher Überlegung oder nach Bauchgefühl? Entscheidet man alleine, zu mehreren, oder passiert Entscheiden einfach? Und wann ist eine Entscheidung eine gute Entscheidung, wann ist sie klug?

Anhand eines Fallbeispiels aus der Personalauswahl wird der Prozess des Entscheidens systematisch sichtbar gemacht, es wird deutlich, wie komplex er ist, und es wird gezeigt, was aus der Sicht der Sozialwissenschaft das Entscheidende am Entscheiden ist. Auf dieser Basis können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Entscheidungsprozesse in ihren Organisationen reflektieren und sie können neue Einsichten in ihr eigenes Handeln und Entscheiden gewinnen.

Anmeldefrist: 31. Mai 2008

Gerd Dapprich | 27.11.2007
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