„Am Anfang war es schwer, jetzt ist es das nicht mehr“, berichtet Dr. Zhong Li von seinen Erfahrungen mit der deutschen Sprache. Der Chinese ist Juniorprofessor für Eingebettete Systeme im Lehrgebiet Informationstechnik, Fakultät für Mathematik und Informatik der FernUniversität in Hagen. In einem eigens für ausländische Doktoranden und Postdoktoranden der FernUniversität eingerichteten fachbezogenen Sprachkurs lernt er Deutsch.
„Diesen Kurs gibt es bereits seit ca. sechs Jahren“, sagt Wolf Riebe, Lehrer für Deutsch und Englisch und Leiter des Kurses. Sobald sie an der FernUniversität anfangen, besuchen die Post-Graduierten auch den Deutschkurs. Die Teilnahme ist freiwillig, das Angebot wird jedoch gerne angenommen. „Sie sollen sich im privaten und akademischen Bereich zurecht finden“, erklärt Riebe, „lernen also auch die jeweilige Fachsprache.“ Darüber hinaus gibt es eine zusätzliche Betreuung bei Vorträgen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen z. B. aus China, Mexiko, Russland, Spanien, Thailand oder den USA. Der Kurs ist offen für alle Fakultäten, zurzeit überwiegen Postgraduierte aus der Fakultät für Mathematik und Informatik. Insgesamt haben 19 ausländische Promovierende und Habilitierende im Jahr 2007 Deutsch gelernt.
Seit 2007 wird der von Professor Dr. Dr. Wolfgang Halang an der FernUniversität initiierte und mittlerweile etablierte Sprachkurs vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des STIBET-Programms gefördert. „Dieser Teil des STIBET-Programms ist ein spezielles Förderprogramm für ausländische Doktoranden und Postdoktoranden“, erläutert Sabine Haake aus der Abteilung für Internationale Angelegenheiten im Dezernat für Hochschulentwicklung. „Alle deutschen Universitäten können jedes Jahr Fördergelder beim DAAD beantragen. 2007 erhielt die FernUniversität in Hagen 6.000 Euro speziell für den Sprachkurs“, berichtet sie.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sprachkurs mit ihrem Lehrer Wolf Riebe (hinten, 3.v.l.).
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