Der Stand der FernUniversität war nicht zu übersehen.
Verfehlen konnte man den Stand der FernUniversität in Hagen auf der diesjährigen Learntec in Karlsruhe nicht. Unmittelbar gegenüber vom Haupteingang der Messehalle informierte sie auf der internationalen Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie über ihre Studienangebote und stellte interessante Projekte aus den Fakultäten vor. Die meisten Messebesucherinnen und -besucher kamen am zweiten Tag. Gabriele Lübke, im Dezernat für Marketing verantwortlich für die Organisation, zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Besucherzahlen.
Das ZDF befragte Andreas Bischoff zum Pediaphon.
Dr.-Ing. Andreas Bischoff, Lehrgebiet „Prozessteuerung und Regelungstechnik“, erklärte am Stand und in seinem Vortrag in der Mobilelearningarena am 29. Januar sein Pediaphon. Die Arena bot eine Sonderpräsentation mobiler Anwendungen und entsprechende Fachvorträge unter dem Motto „ Mobiles Lernen live erleben“. Das Pediaphon verwandelt Texte aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia in gesprochene mp3-Dateien und Podcasts für mp3-Player und Mobiltelefone. Zur Demonstration der gesprochenen Texte hatte Andreas Bischoff einen Stoff-Eisbären mitgebracht, der u. a. englische und französische Artikel über die FernUniversität vorsprach oder sogar Einsteins Relativitätstheorie erklärte. Für das Pediaphon interessierten sich auch die Medien. ZDF und 3sat machten einige Filmaufnahmen am Stand, der Deutschlandfunk sendete ein Interview mit Bischoff.
Das Lehrgebiet „Informationssysteme und Datenbanken“ präsentierte seine Computer- und webbasierten Lern- und Ausbildungsprogramme zur IT-Qualifizierung sowie die Lernplattform zum Thema E-Government. Eine ausführliche Beschreibung der Exponate steht unter http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2008/01/07-ak-learntec-2008.shtml.
Das Fachpublikum informierte sich darüber hinaus über die Lernplattform „Moodle“ und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Fernlehre. Als Beispiele für Projekte aus den Lehrgebieten wurden das Netzwerk und DFG-Leistungszentrum „CampusContent“ sowie das von der Europäischen Union geförderte Projekt OLCOS vorgestellt.
Michaela Köhl vom Studienzentrum Karlsruhe berichtete von der Betreuung der Fernstudierenden vor Ort. In Karlsruhe werden zurzeit Veranstaltungen für etwa 2.500 Studierende angeboten. Auch aus dem Dezernat für Studierendenangelegenheiten waren Studienberaterinnen und -berater vor Ort.
Die Messebesucher informierten sich über die FernUniversität.
Auf dem parallel statt findenden Fachkongress sprach am Dienstag Prof. Dr. Claudia de Witt, Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung, auf dem Forum Didaktik 1 „Anthropologische und soziologische Aspekte des „Lebens“ in Web 2.0 Umgebungen“. In ihrem Vortrag „Vom Mängelwesen zum Superhirn? – Wissenserwerb und Kompetenzentwicklung durch Partizipation im Web 2.0“ stellte Prof. de Witt die unterschiedlichen Möglichkeiten vor, im Web 2.0 Wissen zu erwerben und selbst bereit zu stellen. Die Bandbreite von angebotenen Inhalten ist groß und nicht alle ermöglichen einen sinnvollen Wissenserwerb. Bei ihrer Beurteilung kommt es auch immer auf die Mündigkeit und Kreativität der Nutzenden an, die durch eigene Beiträge an der Vergrößerung von sinnvollem Wissen mitwirken können. Dr. Hubert Groten, Dezernent für Marketing, moderierte das Forum.
Vorträge hielten ebenfalls Jun.-Prof. Dr. Michael Klebl und Dr. Markus Deimann vom Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung sowie Annett Zobel vom Lehrgebiet „Datenverarbeitungstechnik“. Dr. Klebl sprach am Mittwoch, 30. Januar, über „IMS Learning Design unter der Lupe: Lernprozesssteuerung in Theorie und Praxis“. Dr. Deimann informierte am Donnerstag über „Freie Inhalte finden und nutzen – Open Educational Ressourcen im Alltag“. Annett Zobel berichtete am gleichen Tag über „Campus Content – Integration von Repositorien für modernes Lern- und Wissensmanagement“.
Die Messe fand zum ersten Mal auf dem Karlsruher Messegelände statt. Insgesamt präsentierten sich weniger Aussteller als in den Jahren zuvor.
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