Mit drei Exponaten ist die FernUniversität in Hagen auf der CeBIT 2008 vom 4. bis 9. März in Hannover vertreten. Zu finden ist sie auf dem Stand „Innovationsland Nordrhein-Westfalen“ in Halle 9, Stand C16. Die CeBIT ist die weltweit größte Messe zur Darstellung digitaler Lösungen aus der Informations- und Kommunikationstechnik für die Arbeits- und Lebenswelt.
SEMPRIA kombiniert innovative Ansätze zum automatischen Sprachverstehen mit etablierten Methoden des Information-Retrieval. Es verfügt neben einer herkömmlichen Such-Funktion über eine Frage-Antwort-Komponente, die mit logischen Methoden präzise Antworten auf natürlichsprachliche Fragen liefert.
Kontakt: Lehrgebiet Intelligente Informations- und Kommunikationssysteme (IICS) der FernUniversität in Hagen, http://pi7.fernuni-hagen.de/, E-Mail: hermann.helbig@fernuni-hagen.de, Telefon: ++49 2331 987 374
P2PNetSim des Lehrgebiets Kommunikationsnetze ist das weltweit einzige Tool, das die Simulation von sehr großen verteilten Netzwerken mit über 1.000.000 virtuellen Teilnehmern (Peers) ermöglicht. Es wurde in Zusammenarbeit mit Jens Nicolaysen Consulting (JNC) entwickelt.
Kontakt: Lehrgebiet Kommunikationsnetze der FernUniversität in Hagen, www.fernuni-hagen.de/kn/adresse.html, Tel: +49 2331 9871155
Die Certification Authority (CA) stellt ihr einzigartiges Verfahren vor, mit dem die FernUniversität ihren Studierenden digitale Zertifikate ausstellt. Dieses Verfahren lässt sich so auch unverändert auf andere öffentlichen Hochschulen und Einrichtungen sowie auf Unternehmen der privaten Wirtschaft übertragen.
Kontakt: Zentrum für Medien und IT (ZMI) der FernUniversität in Hagen, http://ca.fernuni-hagen.de, E-Mail: ralph.knoche@fernuni-hagen.de oder henning.mohren@fernuni-hagen.de, Tel: ++49 2331 987-2829 und -2856.
Die Exponate im Einzelnen:
Das Lehrgebiet Intelligente Informations- und Kommunikationssysteme (IICS) stellt ein intelligentes System zur Informationsrecherche über großen Dokumentbeständen vor. SEMPRIA (Semantic Processing for Information Access) kombiniert innovative Ansätze zum automatischen Sprachverstehen mit etablierten Methoden des Information-Retrieval. SEMPRIA verfügt neben einer herkömmlichen Such-Funktion über eine Frage-Antwort-Komponente, die mit logischen Methoden präzise Antworten auf natürlichsprachliche Fragen liefert. Zieldokumente können aus Text-Archiven von Institutionen und Firmen, insbesondere Verlagen, sowie aus dem World Wide Web stammen.
Verglichen mit herkömmlichen Web-Suchmaschinen lassen sich die Leistungen von SEMPRIA folgendermaßen charakterisieren:
SEMPRIA antwortet beispielsweise auf die Frage „Wer war US-Präsident, als der Vietnamkrieg zu Ende ging?“ korrekt: „Gerald Ford“. Die Information zur Beantwortung solcher Fragen ist oft über mehrere Sätze oder Texte verstreut („Wann endete der Vietnamkrieg?“ und „Wer war zu diesem Zeitpunkt US-Präsident?“). SEMPRIA analysiert die Bedeutung der Frage und sucht nach logischen Beziehungen zu Formulierungen in relevanten Textabschnitten (z.B. den Zusammenhang zwischen „zu Ende gehen“ und „enden“). Aus den passenden Antwort-Kandidaten werden dann natürlichsprachliche Antworten generiert. Traditionelle Suchmaschinen hingegen können solche Fragen nicht zielgerichtet behandeln.
Während traditionelle Suchmaschinen Dokumente und Fragen als bloße Ansammlungen von Stichwörtern betrachten, stellt SEMPRIA eine wichtige Etappe auf dem Weg zu sprachverstehenden Suchmaschinen der Zukunft dar.
Am Lehrgebiet Kommunikationsnetze wurde in Zusammenarbeit mit Jens Nicolaysen Consulting (JNC) ein Werkzeug entwickelt, das die Simulation von sehr großen verteilten Netzwerken ermöglicht. Es ist das weltweit einzige Tool, das durch parallele Ausführung Simulationen mit über 1.000.000 virtuellen Teilnehmern (Peers) verarbeiten kann. Die Umgebung ist zu 100 Prozent in JavaTM implementiert, so dass der Einsatz auf allen aktuellen Betriebssystemen möglich ist. Dem Programmierer wird eine leistungsfähige Schnittstelle geboten, mit deren Hilfe er die Funktionalität seiner Komponenten implementieren kann, ohne die zu Grunde liegende Simulationsstruktur berücksichtigen zu müssen. Die Simulationsergebnisse werden zentral gesammelt und können bei Bedarf auch graphisch dargestellt werden.
Die Einsatzgebiete von P2PNetSim sind nahezu grenzenlos. Das Lehrgebiet Kommunikationsnetze analysiert mit Hilfe des Tools z.B. neue Verfahren zur Organisation verteilter unabhängiger Ressourcen, Wege zur Verfolgung von RFID-basierten Produkten im Supply-Chain-Management und die Ausbreitung ansteckender Krankheiten wie z.B. AIDS oder Influenza.
Die Certification Authority (CA) stellt das seit 2001 einzigartige Verfahren vor, mit dem die FernUniversität ihren Studierenden digitale Zertifikate ausstellt. Nicht nur für Hochschulen ist das Thema der Zertifizierung und der Digitalen Signatur von Interesse, sondern u. a. auch für Einrichtungen aus Public und Private Sector.
Neben dem Zertifikatsserver, der nun bereits in Version 5.0 vorliegt, ist für die Besucher der Messe auch das Signaturportal von Interesse. Dieses Portal wurde in Kooperation mit dem Lehrgebiet für Prozesssteuerung und Regelungstechnik entwickelt und ermöglicht es, die digitalen Urheberrechte im Web zu sichern. Lehrmaterial der FernUniversität konnte bisher auf elektronischem Wege nicht gegen unbefugte Weitergabe im Netz geschützt werden. Aufgrund der Entwicklung, die nun auf der CeBIT vorgestellt wird, wird dies nun erreicht – die Dokumente werden personalisiert ausgeliefert und eine elektronische Änderung des Dokuments durch den Einsatz der digitalen Signatur verhindert. Dabei werden zwei Techniken kombiniert: Ein zweidimensionaler Barcode sorgt für die Personalisierung und die Codierung der Benutzerinformationen, die digitale Signatur sorgt für eine nachträgliche Unveränderbarkeit des Dokuments.
Das Personal der Certification Authority (CA) hofft auf der CeBIT interessante Gespräche führen zu können und mit neuen Kunden, die auf der Messe ggf. gewonnen werden können, die marktführende Position im Geschäft der Massenzertifizierung weiter ausbauen zu können.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de