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Aktuelles - April 2008

„Rudi Dutschke hatte eine starke suggestive Wirkung“

Prof. Dr. Peter Brandt diskutiert mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg über die 68er

Gehört und gelesen hatten sie alle schon viel von der so genannten 68er-Bewegung. Aber mit jemandem darüber zu diskutieren, der selbst im Zentrum des Geschehens war, der Rudi Dutschke persönlich kannte und dessen Vater von 1969 bis 1974 Bundeskanzler war, das war für die rund 100 Schüler des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg doch eine ganz andere Geschichte. Geschichte mit Gegenwartscharakter sozusagen. Fern ab vom alltäglichen Unterricht. Im Podcast – zu finden unter dem Stichwort „Mehr zum Thema“ (rechte Spalte) – gibt es O-Töne zum Vortrag.


Arnsberg lauschten, was Prof. Dr. Peter Brandt von der FernUniversität in Hagen über die 68er-Bewegung erzählte Rund 100 Schüler des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg lauschten, was Prof. Dr. Peter Brandt von der FernUniversität in Hagen über die 68er-Bewegung erzählte

Als Prof. Dr. Peter Brandt vom Historischen Institut der FernUniversität in Hagen im Rittersaal des Alten Rathauses in Arnsberg an das Rednerpult trat, war es mucksmäuschenstill im Saal. Interessiert lauschten die Schülerinnen und Schüler der zwölften und 13. Klasse, was Brandt von den Anfängen der Bewegung Mitte der 60er Jahre bis zu deren Ende Anfang der 70er erzählte.

Eifrig schrieben die jungen Leute mit, notierten die Fragen, die ihnen unter den Nägeln brannten. Denn nach Brandts Vortrag waren sie an der Reihe. Auf diese Chance hatten sie sich ausgesprochen gut und auch in ihrer Freizeit vorbereitet. Im neuen NRW-Zentral-Curriculum ist die 68er Bewegung nämlich nicht explizit als Thema vorgesehen.

"Wie war Rudi Dutschke denn nun wirklich?", wollten die Schüler des Laurentianum Arnsberg wissen

Auch zum 40. Jahrestag der 68er Bewegung kursieren noch viele Mythen um Rudi Dutschke, der als Anführer der Studentenbewegung der 68er gilt. Wie er denn nun wirklich gewesen sei, wollten die Schüler beispielsweise wissen. „Was Dutschke wollte und was er sich vorgestellt hatte, war in einem überschaubaren Zeitraum so etwas wie eine Bewusstseinsrevolution auszulösen“, erklärte Prof. Brandt.

Gefallen hat der außerlehrplanmäßige Unterricht sowohl den Schülern wie auch ihren Lehrern. „Wenn Schüler gut vorbereitet sind, dann gibt so ein Vortrag ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen mit dem abzugleichen, was sie hören“, so Jürgen Müller, Lehrer für Geschichte und Deutsch am Laurentianum und Initiator der Veranstaltung.

„Ich fänd´s klasse, wenn es an unserer Schule weitere Vorträge dieser Art zu geschichtlichen oder auch anderen Themen geben würde“, resümierte Christoph Hauke, Schüler am Laurentianum. „So kann man ganz neue Gedankengänge für sich erschließen“, ergänzte sein Klassenkamerad Timo Schneider.

Manuela Feldkamp | 09.04.2008
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