Was sind die Leitlinien und Umrisse der Pädagogik? Wie hat sich die Schulpolitik in den Jahren von 1848 bis 1933 entwickelt? Der Studientag der Module „1A – Einführung in die Bildungswissenschaft“ und „1 B – Bildung und Gesellschaft“ ermöglichte den Studierenden des ersten Semesters im Bachelorstudiengang Bildungswissenschaft der FernUniversität in Hagen sowohl Einblicke in die Grundfragen als auch in speziellere Bereiche. Im Podcast – zu finden unter dem Stichwort „Mehr zum Thema“ (rechte Spalte) – gibt es O-Töne zum Studientag.
Sieben Workshops, von denen die Teilnehmer zwei wählen konnten, standen auf dem Programm. Das große Interesse der Studierenden zeigte, dass die Organisatorinnen und Organisatoren mit ihrem Angebot ins Schwarze getroffen hatten. „Angemeldet haben sich rund 180, aus Kapazitätsgründen können aber nur 140 Studierende teilnehmen“, erklärte Prof. Dr. Claudia de Witt.
140 Erstsemester trafen sich beim Studientag Bildungswissenschaft auf dem Campus der FernUniversität in Hagen
Bevor es an die fachlichen Themen ging, lernten die zukünftigen Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler diejenigen kennen, die ihnen demnächst in den Modulen 1A und 1B mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihre Klausuren korrigieren und Hausarbeiten benoten werden. Neben Prof. Claudia de Witt stellten Prof. Dr. Theo Bastiaens, Prof. Dr. Georg Hansen, Dr. Brigitte Kohnen, Christian Glameyer, Sylvia Goldstraß, Maria Voss und Tina Bahlo sich und die Inhalte ihrer Workshops vor.
Prof. Hansen thematisierte beispielsweise die aktuelle politische Diskussion, ob es Indikatoren für die erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten gibt und welche das möglicherweise sein könnten.
Prof. Dr. Georg Hansen diskutierte in seinem Workshop mit den Studierenden u.a. über die Frage, ob es Indikatoren für die erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten gibt
Zunächst müsse klar sein, in welchem Zusammenhang der Begriff Integration genutzt werde, sensibilisierte er die Studierenden. „Integrationstechnik, die Integration der EU und die Integration von Migrantinnen und Migranten beinhalten die gleichen Wörter, meinen aber etwas völlig anderes. Jeder spricht über Integration, nicht jeder weiß aber, was damit gemeint ist.“
Einige Türen weiter erarbeiteten Christian Glameyer und Brigitte Kohnen mit einer Gruppe von Studierenden das „Höhlengleichnis“ des griechischen Philosophen Platon. Wann setzt der Mensch aktiv seinen eigenen Bildungsprozess in Gang? Wann handelt es sich um die Übernahme absoluten Wissens, wann um eine Freigabe zur Selbständigkeit des Denkens? Die Teilnehmer diskutierten zunächst in Arbeitsgruppen und später gemeinsam.
In kleinen Gruppen arbeiten die Studierenden Ergebnisse zu bildungswissenschaftlichen Fragestellungen heraus und stellten diese später in den Workshops vor
Im Anschluss an die Workshops blieb Gelegenheit, organisatorische und inhaltliche Fragen zu klären. Rundum positiv fiel die Bilanz der Studierenden und Lehrenden zum Studientag aus. „Die Veranstaltung war sehr gut strukturiert. Ich habe einen detaillierten Überblick darüber bekommen, was mich in den nächsten Jahren erwarten wird“, resümierte beispielsweise der Student Joachim Weffers aus Dorsten. „Die Studierenden waren überaus motiviert und interessiert“, gab Prof. Dr. Theo Bastiaens das Kompliment zurück.
Im Anschluss an die Workshops blieb Gelegenheit, im Plenum organisatorische und inhaltliche Fragen zu klären
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