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Aktuelles - Mai 2008

Doppelabschlussprogramm ein Gewinn für beide Seiten

Russische Studierende schnuppern Praxisluft in Marler Unternehmen

Fast schon eine Tradition ist es an der FernUniversität in Hagen, den besten vier ausländischen Studierenden ihres Doppelabschlussprogramms mit russischen und ungarischen Hochschulen ein Praktikum in Unternehmen aus der Region zu ermöglichen. „Auch in diesem Jahr haben wir dafür wieder viele Bewerbungen erhalten“, sagt Dr. Heinz Hoffmann von der FernUniversität. Das Interesse an diesem Projekt wachse auf Seiten der Studierenden und der regionalen sowie überregionalen Unternehmen gleichermaßen, so der Leiter des Prüfungsamts der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.

Gemeinsam mit Dietmar Lutzny von der Wirtschaftsförderung Marl hat er in den vergangenen Wochen bei Marler Firmen Praktikumsplätze für Kirill Kuikov, Anna Krishtal, Tatiana Marova und Anastasia Komarova von der Universität für Wirtschaft und Finanzen St. Petersburg akquiriert. Die Firmen Immo Cranes GmbH, Infracor Chemistry Services GmbH und Vestolit GmbH & Co stellen je einen, die Refood GmbH mit der KFU Group GmbH gemeinsam einen Platz zur Verfügung.

„Die Zusammenarbeit läuft hervorragend“, bedankt sich Dr. Hoffmann schon jetzt bei den Unternehmen. Diese hätten bereitwillig Formulare ausgefüllt, Praktikumspläne erstellt und somit die Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit erfüllt, damit die russischen Studierenden Anfang Juli ihr Praktikum in Marl beginnen können.

Bis Anfang August werden sie detaillierte Einblicke in die Organisation und die betriebswirtschaftlichen Abläufe – von der Buchhaltung über das Controlling bis zur Steuerplanung – der Unternehmen erhalten und ihr Wissen dort einbringen. Die Firmen zahlen den Studierenden dafür eine festgelegte Vergütung. „Sie profitieren im Gegenzug vom Know-How der Praktikantinnen und Praktikanten sowie von deren deutsch-russischer Sprachkompetenz“, erklärt Dietmar Lutzny warum das von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität in Hagen unterstützte Konzept für beide Seiten ein Gewinn ist. „Auch langfristige Arbeitsverträge sind daraus in den vergangenen Jahren bereits entstanden“, ergänzt Dr. Hoffmann.

Für ihr Doppelabschlussprogramm hat die FernUniversität in Hagen im vergangenen Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und deren Projektpartner Deutsche Bank die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2007“ erhalten.

Manuela Feldkamp | 06.05.2008
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