Damit Beziehungen wachsen können, müssen sie gepflegt werden. Die FernUniversität in Hagen und die Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen in St. Petersburg kommen diesem Grundsatz seit 1999 durch ein gemeinsames Doppelabschlussprogramm auf besondere Art und Weise nach. Russische Studierende können damit nicht nur parallel einen deutschen und einen russischen wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss erwerben. Wenn Sie zu den besten ihres Jahrgangs gehören, bekommen sie außerdem die Möglichkeit zu einem Praktikum in einem deutschen Unternehmen. Mit der Veranstaltung „Deutschsprachiges Fernstudium in der Russischen Föderation“ luden die FernUniversität in Hagen und die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. alle Interessierten in das Informationszentrum des Chemieparks Marl ein, dieses Programm kennenzulernen und gleichzeitig in Vorträgen die deutsch-russischen Beziehungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
(v.r.): Die Praktikantinnen Tatjana Marova, Anna Krishtal und Anastasia Komarova neben Andreas Bonhoff (Infracor-Geschäftsführer), Prof. Dr. Helmut Hoyer (FernUni-Rektor), Fedor W. Khorokhordin (Generalkonsul der russischen Föderation) und Prof. Dr. Volker Arnold (Beauftragter des Doppelabschlussprogramms der FernUni)
FernUni-Rektor und Vorstandsmitglied der Freunde der FernUniversität, Prof. Dr. Helmut Hoyer, begrüßte die Gäste stellvertretend für den Vereinsvorsitzenden Klaus Hacker. „Besonders freue ich mich über den Besuch von Fedor Wladimirowitsch Khorokhordin“, kündigte er den Generalkonsul der Russischen Föderation an.
In der Außenpolitik wolle Russland weiterhin selbstständig bleiben, gleichzeitig sei es aber wichtig, mehr Offenheit gegenüber den ausländischen Partnern zu zeigen, unterstrich Khorokhordin. „Das entspricht voll und ganz dem Weltempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger, denn die gemeinsamen internationalen Interessen sind größer als die Differenzen“. Deutschland sei derzeit Russlands wichtigster Handelspartner, Russland für Deutschland ein bedeutender Energielieferant. „Es gibt noch viel Potenzial für den Ausbau unserer Beziehungen. Es ist wichtig, dass wir uns in Technik und Wissenschaft austauschen“, betonte er die Bedeutung des Doppelabschlussprogramms der beiden Universitäten.
„Es gibt noch viel Potenzial für den Ausbau unserer Beziehungen. Es ist wichtig, dass wir uns in Technik und Wissenschaft austauschen“, erklärte der Generalkonsul der russischen Föderation Fedor W. Khorokhordin in seinem Vortrag
Fedor W. Khorokhordin übergab seiner Landsfrau Tatjana Marova ihre Diplomurkunde. Glückwünsche gab es außerdem von Prof. Dr. Helmut Hoyer (r.) und Dr. Heinz Hoffmann
Die Einbindung der FernUniversität in die Region Emscher-Lippe war einer der Punkte, auf die Ingrid Heinen, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Marl, einging. „Das Studienzentrum in Marl hat im Laufe der letzten Jahrzehnte zahlreiche Mitarbeiter für die Unternehmen vor Ort qualifiziert und ihre Weiterbildung gefördert“, unterstrich sie.
Besonderen Dank sprach Prof. Hoyer zum Abschluss der Vorträge der Freundesgesellschaft der FernUniversität für deren langjährige Unterstützung, den Marler Firmen, Prof. Arnold sowie Dr. Hoffmann von der FernUni und Dietmar Lutzny von der Wirtschaftsförderung Marl für deren tatkräftiges Engagement in der Umsetzung des Praktikantenmodells aus.
Das letzte Wort hatte Dr. Anna Kourotchinka, Koordinatorin des Doppelabschlussprogramms an der Staatlichen Universität für Wirtschaft und Finanzen in St. Petersburg. „Die Kernpunkte des Programms sind beständig, aber es gibt immer wieder kleine Änderungen und Entwicklungen. Und das zeigt, dass das Programm lebt“, erklärte sie und bedankte sich bei allen Beteiligten.
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