„Leben nach dem Prinzip links“ ist der Titel des nächsten Lüdenscheider Gesprächs am Mittwoch, 24. September. Ab 17 Uhr referieren Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber und Gerda Weber im Haus der FernUniversität, Institut für Geschichte und Biographie, Liebigstr. 11, 58511 Lüdenscheid. Moderator ist Prof. Dr. Peter Brandt, Lehrgebiet Neuere Deutsche und Europäische Geschichte der FernUniversität in Hagen.
Hermann Weber, geboren 1928 in Mannheim, trat 1945 der KPD bei und studierte von 1947 bis 1949 unter dem Decknamen „Hermann Wunderlich“ an der Parteihochschule der SED. Anschließend ging er mit seiner Frau Gerda zurück in die Bundesrepublik. Während Gerda Weber dort die Frauenorganisation DFD leitete, wirkte Hermann Weber am Aufbau der FDJ mit. 1953 wurden beide verhaftet – zu einem Zeitpunkt, als sie sich gerade vom Stalinismus lösten.
Hermann Weber veröffentlichte danach zahlreiche wissenschaftliche Bücher zum DDR-Kommunismus und hat sich einen Namen als Experte für die Geschichte der DDR und SED gemacht. Von 1975 bis zu seiner Emeritierung 1993 war Hermann Weber als ordentlicher Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim tätig. Weber ist Mitglied des Stiftungsrates „Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ und der Deutsch-russischen Historikerkommission.
2006 erschienen Gerda und Hermann Webers Lebenserinnerungen unter dem Titel „Leben nach dem Prinzip links“.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de