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Aktuelles - Oktober 2008

Vom Offizier in Stalingrad zum hochrangigen Funktionär in der DDR

Lüdenscheider Gespräch am 22. Oktober dreht sich um Otto Rühle

Im Lüdenscheider Gespräch am 22. Oktober geht es um „Otto Rühle (1914-1969) – Vom Offizier in Stalingrad zum hochrangigen Funktionär in der DDR". Referenten sind Dr. Hellmut Rühle und Dr. Reinhold Busch, Moderator Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, FernUniversität in Hagen. Veranstaltungsort ist dass Haus der FernUniversität, Institut für Geschichte und Biographie, Liebigstr. 11, 58511 Lüdenscheid. Beginn ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Gezeichnet von den Kämpfen in den Ruinen von Stalingrad überlebte der Sanitäter und Oberzahlmeister zweier Sanitätseinheiten, Otto Rühle, NS-Parteimitglied, die Gefangennahme und die Schrecken der Todeslager. Auf dem tagelangen Transport durch die Sowjetunion führten quälende Zweifel an seiner bisherigen politischen Einstellung zu einer inneren Umkehr, die ihn schließlich im Offizierslager Jelabuga zu einem überzeugten Sozialisten werden ließen. In der Überzeugung, auf der richtigen Seite zu stehen und im neuen Deutschland einen Platz an der Seite der Sowjetunion gefunden zu haben, stieg er in der DDR zu höchsten Funktionen auf. Die Referenten, Dr. Hellmut Rühle – Sohn von Otto Rühle – und Dr. Reinhold Busch, Herausgeber der Neuausgabe von Rühles Erinnerungen „Genesung in Jelabuga“, schildern Rühles Lebensweg vor dem Hintergrund des untergehenden Dritten Reichs und der Frühgeschichte der DDR.

Gerd Dapprich | 17.10.2008
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