Die Abenteuer des streitbaren Geistlichen Don Camillo und seines ihm in Hassliebe verbundenen Gegenspielers, des kommunistischen Dorfbürgermeisters Peppone, finden bis heute Leserinnen und Leser in aller Welt. Der Schauspieler Peter Schütze stellt am Mittwoch, 19. November, ab 19 Uhr in der Universitätsbibliothek der FernUniversität in Hagen einige der Geschichten vor.
Der erste Erzählungsband über die beiden Streithähne, „Don Camillo: Mondo piccolo“ (dt.: Kleine Welt), erschien 1948. Erfunden hat sie der italienische satirische Schriftsteller und Zeichner Giovannino Guareschi. Er veröffentlichte mehrere Fortsetzungen in den fünfziger und sechziger Jahren. Längst Klassiker des komischen Films sind außerdem die Verfilmungen mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone geworden.
Giovannino Guareschis Erzählungen sind Abbilder der frühen italienischen Nachkriegswirklichkeit. Sie schildern ein armes Land, das geprägt ist vom Konflikt zwischen politischem Katholizismus und Kommunismus. Hinter diesen Auseinandersetzungen steht der beginnende Kalte Krieg zwischen Ost und West, in dessen Frontbereich Italien lag. Auch wenn die politische und gesellschaftliche Situation Italiens heute grundlegend eine andere ist, werden die Geschichten von Don Camillo und Peppone immer noch geliebt. Sie schildern humorvoll Menschen, die zwar ihre Konflikte austragen – doch dies frei von Hass und Unversöhnlichkeit tun.
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