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Aktuelles - November 2008

Lebendiger Lernen durch Kooperation über 2.000 Kilometer hinweg

Gemeinschaftsbild „Hagen – Smolensk“: FernUniversität in Partnerstadt engagiert

Ein Schmuckstück für den AVZ-Eingangsbereich: das Bild der Hagener und Smolensker Künstler

Die FernUniversität in Hagen ist froh, das Gemeinschaftsbild „Hagen – Smolensk“ in ihren Räumen zu beherbergen. Am 25. November wurde es um 14 Uhr im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Foyer des AVZ der FernUniversität aufgehängt. Das farbenfrohe, großformatige Bild ist ein Symbol für die lebendige Städte-Partnerschaft. Seit Februar 2008 ist es auf Wanderschaft in Hagen, bis voraussichtlich April 2009 wird es in der FernUniversität hängen. Bei der Feier stellte Hans-Werner Engel, Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk e. V., das Bild vor und schildert seine Entstehungsgeschichte. Einführende Worte sprach die Leiterin der Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit der FernUniversität, Susanne Bossemeyer.

Entstanden ist das Bild während des Künstlersymposiums 2007 im Atelier von Peter Blindert, 25 Künstlerinnen und Künstler aus den beiden Städten haben daran mitgewirkt und es dem Freundeskreis Hagen-Smolensk geschenkt. Die Idee für ein gemeinsames Bild hatte Peter Blindert. Es ist mit seiner Farbenfreude ein beredtes Symbol für die lebendige Partnerschaft zwischen Hagen und Smolensk. Einzelne Details erinnern an Erlebnisse, die die Künstler miteinander hatten. Aus einem Fisch, den Petr Fishman zunächst als Skizze aufgetragen hatte, ist später ein Phönix geworden.

Jeder Betrachter soll das Bild selbst interpretieren. Es gibt vieles zu entdecken, was mit dieser Städtepartnerschaft zu tun hat. Man darf es ob seiner Farbenfreude mögen oder auch kritisieren. Aber es bleibt das Produkt eines wunderbaren Abends der Begegnung russischer und deutscher Künstler.

Zu den vielen Farben des Bildes gehören auch die wissenschaftlichen Beziehungen, die von ihren beiden Universitäten und ihren gemeinsamen Studierenden mit Leben gefüllt werden. Als Universität in der Stadt Hagen engagiert sich die FernUniversität bereits seit vielen Jahren mit großem Erfolg in Russland. In Smolensk kooperiert sie – unterstützt von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e. V. – mit der dortigen Staatlichen Universität in der Lehre, Hagener Professoren halten in Smolensk regelmäßig Vorträge vor Dozentinnen und Dozenten und führen für Fernstudierende Präsenzveranstaltungen, Prüfungen und Kolloquien durch. Regelmäßig sind auch Smolensker Studierende an der FernUniversität in Hagen zu Besuch, vor allem, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Im Jahre 2008 weilten vier junge Smolenskerinnen und ein Smolensker in Hagen: „Wir haben Freunde hier, die wir schon häufig besucht haben. Die Stadt ist fast unsere zweite Heimat“, sagte Natalia Bolschakowa.

Die Gäste lernen dabei die deutsche Kultur kennen und bringen ihr Wissen darüber zu Hause in Diskussionen ein. Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Bertels, der sich zusammen mit seinem Soziologie-Kollegen Prof. Dr. Dr. h.c. Wieland Jäger für die Kooperation einsetzt: „Durch neue Eindrücke und Erfahrungen gewinnt man oft eine differenziertere Sicht auf viele Dinge.“ So sei es beispielsweise für die Studierenden interessant gewesen, die russische und deutsche Medienberichterstattung über den Kaukasuskonflikt zu vergleichen.

Zweimal jährlich reisen die beiden Hagener Wissenschaftler in die 2.000 km entfernte Partnerstadt und bieten dort Seminare und Lehrveranstaltungen an. Beide sind zudem auch Soziologie-Professoren der Smolensker Universität, die ihnen Ehren-Doktortitel verlieh. Weitere Professoren verschiedener Institute der FernUni-Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften bieten ebenfalls Lehrveranstaltungen in Smolensk an. Durch die Zusammenarbeit in der Lehre konnten bereits praktische Ergebnisse aus Hagen nach Smolensk transferiert werden, z. B. bei einer Begleitforschung zur Abfallwirtschaft in der russischen Metropole.

Weitere Informationen zu dem Bild

Ausführlich konnte FernUni-Pressesprecherin Susanne Bossemeyer gegenüber den Medienvertretern die Aktivitäten der Hochschule in Smolensk erläutern, Hans-Werner Engel vom Freundeskreis Hagen-Smolensk stellte die Entstehungsgeschichte des Bildes dar
Gerd Dapprich | 25.11.2008
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