„Sie haben tapfer durchgehalten, von Ihren Erfahrungen profitieren auch die nächste Studierendengeneration und die Lehrenden.“ So drückte die Dekanin der Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr. Ingrid Josephs, ihren Respekt für den ersten Abschlussjahrgang des Bachelor-Studiums Bildungswissenschaft der FernUniversität in Hagen aus. 15 Absolventinnen und Absolventen kamen zu der Feier am 5. Dezember in die FernUniversität in Hagen. Prof. Dr. Claudia de Witt, von der Dekanin als „Mutter des Studiengangs“ apostrophiert, freute sich anschließend, dass auch Studierende der nächsten Generation an dieser Feier teil nahmen.
Als Vorsitzende der Studiengangskommission blickte Prof. de Witt zunächst auf die Entstehungsgeschichte des Studiengangs zurück, in dessen erstem Durchgang sich bereits 500 Studentinnen und Studenten einschrieben, z. T. auch als Akademiestudierende. Inzwischen sind es bereits 2.000. Sie vergaß in ihrem Vortrag aber auch nicht die Ungewissheiten wie die Frage nach der Bezeichnung: „Ist ‚Bildungswissenschaft’ richtig? Oder wäre ‚Pädagogik’ besser?“ Heute jedoch lässt sich sagen: „Wir haben alles richtig gemacht.“ Einige Änderungen im Studienablauf und bei den rechtlichen Bestimmungen stehen dem ebenso wenig entgegen wie die in den Foren gelegentlich geäußerte Kritik, z. B. an der Menge des Lehrmaterials: „Es gibt dort vor allem positive Äußerungen und gegenseitiges Mutmachen.“ Goldrichtig war die Entscheidung für das virtuelle „Studierenden-Café ‚BiWi-Lounge’.“
Wie es weitergehen soll zeigte Prof. Dr. Georg Hansen auf. Der Bedarf, der zur Entwicklung des Studiengangs führte, ist immer noch vorhanden. Die steigenden Studierendenzahlen sind ein schlagkräftiger Beweis dafür. Sie sorgen aber auf der anderen Seite dafür, dass „wir um die Betreuungsqualität werden kämpfen müssen“. Den Absolventinnen und Absolventen bescheinigte Prof. Hansen, erfolgreich gewesen zu sein, weil sie ihre Kritikfähigkeit erhöht haben: „Behalten Sie im Kopf, dass alles, was alle für richtig halten, fragwürdig ist. Bleiben Sie erfolgreich!“
„Mitten drin und live dabei“ war das Motto der beiden erfolgreichen Studierenden Ursula Schwander, B.A., und André Stöhr, B.A., die anschließend Gedanken zu ihrem Studium äußerten. Sie versuchten dabei erst gar nicht, sechs Semester in zehn Minuten zusammen zu fassen, sondern beließen es bei vielen Schlaglichtern: „Lassen Sie uns nicht danach fragen, wo wir herkamen, sondern wer wir sind!“ forderte André Stöhr die Zuhörerinnen und Zuhörer auf. Ursula Schwander, die in einer universitären „Diaspora“ lebt, betonte, wie schnell sie das Lernen mit neuen Medien zu schätzen lernte, vor allem die Diskussionen in Moodle. Nicht zu vergessen seien aber auch die sozialen Kontakte, nicht zuletzt in der BiWi-Lounge.
Anschließend erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Auszeichnungen und Urkunden, dem schlossen sich noch Kurzpräsentationen der Ergebnisse von B.A.-Arbeiten an.
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