Rubriken

Januar

Exzellente Lehre an der FernUniversität: „Hier fühle ich mich wohl“

40 Jahre im öffentlichen Dienst: Prof. Wilhelm Rödder lehrte auch an Präsenzunis

„Ist das eigentlich ein Verdienst?“ fragte Prof. Dr. Wilhelm Rödder humorvoll, bevor ihm der Rektor der FernUniversität in Hagen die Urkunde zum 40-jährigen Jubiläum im öffentlichen Dienst überreichte. Seit 1991 leitet Wilhelm Rödder das Lehrgebiet Operations Research in der Hagener Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Der gebürtige Remscheider genießt noch über seinen 65. Geburtstag am 12. März 2007 hinaus Forschung und „exzellente“ Lehre an der FernUniversität: „Hier fühle ich mich wohl.“

Angesichts der Weiterentwicklung der Hagener Universität betonte er im Gespräch mit Rektor Prof. Hoyer: „Schade, dass ich die FernUni in absehbarer Zeit verlassen muss, aber vielleicht kann ich als Emeritus dann ja noch die eine oder andere Hilfestellung leisten.“

Seine 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst würde Prof. Wilhelm Rödder (re.) gerne noch verlängern, aber auch nach seiner langsam nahenden Emeritierung will er der FernUniversität gerne noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, versprach er Rektor Prof. Helmut Hoyer

Seinen Berufsweg begonnen hatte der Diplom-Mathematiker Wilhelm Rödder am 1. Dezember 1968 an der RWTH Aachen als wissenschaftlicher Assistent von Prof. Zimmermann: „Der hat was bewegt, da war Aufbruchstimmung.“ Parallel hierzu absolvierte er ein wirtschaftswissenschaftliches Aufbaustudium und promovierte 1972 zum Dr. rer. pol. Von 1972 bis 1978 war er Akademischer Rat und Oberrat an der RWTH. Als Gastprofessor war er an der brasilianischen Universidade Federal de Santa Catarina 1979 bis 1983 tätig. Anschließend nahm er seine Tätigkeit als AOR an der RWTH wieder auf, habilitierte sich dort für Operations Research und wurde 1985 Privatdozent. 1988 berief ihn die Universität der Bundeswehr in Hamburg zum Professor.

1991 folgte er einem Ruf an die FernUniversität. Hier wandte er sich der interdisziplinären Forschungsrichtung „Probabilistische Wissensverarbeitung“ zu. Die hierbei in Hagen entwickelten Softwareprodukte sind für Anwender aus Ökonomie, Medizin, Technik und Kriminalistik höchst interessant. Die Software SPIRIT z. B. wird in der unternehmerischen Praxis zur Unterstützung (menschlicher) Entscheidungen eingesetzt.

Parallel zu seinen in zahlreichen Publikationen dokumentierten wissenschaftlichen Arbeiten in Deutschland nahm er auch immer wieder Kurzzeitdozenturen im Ausland wahr, in Brasilien; in Panama, Honduras, Costa Rica und der Volksrepublik China.

Gerd Dapprich | 12.01.2009
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de