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Januar

„Intelligente Entscheidung“: Internationale Summer School ein großer Gewinn für alle

Gelungene Kooperation der FernUniversität mit Universität in Bangkok

Um „Intelligente Entscheidungsunterstützungen“ ging es in einer deutsch-thailändischen Summer School, die 18 angehende Doktorinnen und Doktoren drei Wochen lang an der FernUniversität in Hagen zusammen führte. Beantragt worden war die DAAD-Förderung für eine Veranstaltung, die im Juli stattfinden sollte. Aus Termingründen wurde es dann aber früher Winter – eine Änderung, die durchaus auch eine gute Seite hatte.

Die Hagener Professorinnen und Professoren der Fakultäten Wirtschaftswissenschaft und Mathematik und Informatik gingen mit einem großen Engagement an das Projekt „Summer School“, denn die Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts bedeuteten einen nicht geringen zeitlichen Aufwand: „Eineinhalb Tage in englischer Sprache zu unterrichten schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel, dafür muss man sich schon umfassend vorbereiten“, betont Prof. Dr. Ulrike Baumöl, Lehrgebiet Informationsmanagement. Alle Lehrenden empfanden ihren Einsatz aber als großen Gewinn. Die Veranstaltungen unter dem Titel „Communities in Intelligent Service Networks (CISN): Decision support by integrating business and IT methods“ wurden von den Hagener Professorinnen und Professoren Dr. Ulrike Baumöl, Dr. Dr. h.c. Günter Fandel, Dr. Sabine Fließ, Dr. Hermann Gehring und Dr. Wilhelm Roedder (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft), Dr. Lars Mönch und Dr.-Ing. Herwig Unger (Fakultät für Mathematik und Informatik) sowie Prof. Dr. Reinhard Jung (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Ulrike Lechner (Universität der Bundeswehr München) geleitet.

Viel gelernt und viel erlebt: Für die deutschen und thailändischen Promovendinnen und Promovenden war die Zeit in Hagen genauso ein Gewinn wie für die Professorinnen und Professoren

Ein Gutes hatte die Summer School im Winter auf jeden Fall: Die meisten Thais erlebten zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee, „sie haben sich riesig gefreut und sogar eine Schneeballschlacht gemacht“, lacht Frau Baumöl, „das fanden sie richtig toll!“ Eine willkommene Abwechslung angesichts eines straffen Terminkalenders, der drei Wochen lang mit Vorlesungen, Seminaren, Workshops, Simulationen oder Fallstudien von morgens um 9 Uhr bis abends um 18 Uhr gefüllt war und der auch noch Exkursionen beinhaltete: „Alle – Studierende wie Lehrende – waren absolut engagiert, uns allen hat die Arbeit sehr viel Freunde gemacht und wir alle haben viel gelernt“, resümiert Ulrike Baumöl, „die präsentierten Ergebnisse hatten durchweg ein sehr hohes Niveau“. Denn die Veranstaltung war ja nicht nur fächer- und universitätsübergreifend, sondern auch international und interkulturell.

Entstanden war die Idee zu der Summer School als eine Folge der Anträge zur Hagen Doctoral Academy. Wenn diese auch nicht realisiert wurde, so ergab sich daraus doch ein Forschungscluster der Fakultäten Wirtschaftswissenschaft und Mathematik und Informatik (MI), das durch Prof. Dr. Lars Mönch, Lehrgebiet Unternehmensweite Softwaresysteme, federführend organisiert wird. Mit ihrem MI-Kollegen Prof. Dr.-Ing. habil. Herwig Unger, Lehrgebiet Kommunikationsnetze, war sich die Wirtschaftswissenschaftlerin schnell darin einig, an einer strukturierten Promovendenausbildung zu arbeiten. Ihr Partner dabei war Dr. Sikan Kulchonchan, Vice President for International Affairs, Industrial Business Administration Department der King Mongkut´s University of Technology North Bangkok (KMUTNB), Thailand. Grundlage für die Summer School war die bereits bestehende Kooperation der FernUniversität mit der KMUTNB. Diese Kooperation soll nun mit der Entwicklung eines Bi-nationalen Promotionsnetzwerkes ausgebaut werden. Angedacht sind eine weitere Veranstaltung 2009 in Bangkok sowie der Ausbau der Forschungskooperation durch gemeinsame Projekte und den Austausch von Dozierenden.

Gerd Dapprich | 13.01.2009
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