Zu einer Lesung und einem biographischen Gespräch mit Angelika Schrobsdorff lädt die FernUniversität in Hagen am 22. April 2009 um 17 Uhr in das Haus der FernUniversität, Institut für Geschichte und Biographie, Liebigstraße 11, 58511 Lüdenscheid ein. Die kostenfreie Veranstaltung wird von Prof.Dr. Charlotte Heinritz, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, moderiert und findet in den Räumen des Studienzentrums im Erdgeschoss des Hauses statt. Um Anmeldung (per Telefon: 02351/24580 oder Mail igb@fernuni-hagen.de) wird gebeten.
Angelika Schrobsdorffs Mutter war eine assimilierte Jüdin, der Vater entstammte dem Berliner Großbürgertum. Sie wuchs in Berlin auf und flüchtete mit ihrer Mutter und ihrer Schwester 1939 nach Bulgarien, wo sie bis zum Ende des Krieges blieb. Ihre Großmutter wurde in Theresienstadt ermordet. 1947 kehrte Schrobsdorff nach Deutschland zurück. 1971 heiratete sie den französischen Filmemacher Claude Lanzmann, mit dem sie anschließend in Paris lebte. Es folgten einige Jahre in München, bis Schrobsdorff 1983 beschloss, nach Israel überzusiedeln. Die Autorin lebte bis Anfang 2006 in Jerusalem, in einem Haus an der grünen Grenze nahe der Altstadt, das direkt an palästinensisches Gebiet angrenzte. Heute lebt Angelika Schrobsdorff wieder in Berlin.
Ihr erster Roman "Die Herren" aus dem Jahr 1961 löste großes Aufsehen aus und machte die Autorin bekannt. Angelika Schrobsdorffs Werke wurden und werden in viele Sprachen übersetzt. 2007 wurde sie vom Deutschen StaatsbürgerinnenVerband als Frau des Jahres ausgezeichnet.
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