Kriszti Kiss und Peter Schütze lesen am 5. Mai unter dem Titel „Man spielt nicht mit der Liebe“ Texte von George Sand und Alfred de Musset. Organisiert hat die Veranstaltung die Universiätsbibliothek der FernUniversität in Hagen zusammen mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Hagen e.V. sowie der Gleichstellungsstelle der FernUniversität. Die Lesung beginnt um 19 Uhr im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek, Universitätsstraße 23, 58097 Hagen.
George Sand (eigentlich Amantine-Aurore-Lucile Dupin) und Alfred de Musset waren bereits durch ihre Werke und ihren exzentrischen Lebensstil in Frankreich bekannt, als im Sommer 1833 eine Liebesbeziehung zwischen ihnen begann. Sand hatte die Romane „Indiana“ und „Valentine“ veröffentlicht, Musset faszinierte mit seiner vom Weltschmerz geprägten Lyrik und Prosa die jungen französischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller.
Die Beziehung ging im Januar 1835 zwar schon wieder in die Brüche, sollte der Nachwelt jedoch bedeutende literarische Texte zur Psychologie der Liebe hinterlassen, da beide die Trennung literarisch zu bewältigen versuchten. Alfred de Musset versprach sich vom Schreiben seines Romans „La confession d’un enfant du siècle“ seelische Heilung. Im Theaterstück „On ne badine pas avec l’amour“ (Man spielt nicht mit der Liebe) setzt er sich ebenfalls mit der gescheiterten Beziehung zu Sand auseinander. Was als heitere Ausdeutung eines Sprichworts beginnt, weitet sich schließlich zum grausam-intriganten Spiel um die Liebe aus. Zwei Jahre nach Mussets Tod 1857 veröffentlichte George Sand ihren Roman „Elle et Lui“, dessen schonungsloses Bild der männlichen Hauptfigur die Anhänger Mussets empörte.
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