Er war einer der ersten Professoren der FernUniversität in Hagen und am Aufbau des Lehrgebiets Technische Informatik maßgeblich beteiligt. Vor rund 10 Jahren ging Prof. Dr. em. Winfrid Schneeweiss in den Ruhestand und blickte damals auf 25 Jahre an der Hagener Hochschule zurück. Zu Ehren seines 75. Geburtstages veranstaltete die Fakultät für Mathematik und Informatik jetzt ein Kolloquium.
Prof. Dr. Jörg Keller (l.) und Prof. Dr. Rutger Verbeek (r.) gratulierten Prof. dr. em. Winfrid Schneeweiss zu seinem 75. Geburtstag
„Nicht nur als Experte im Bereich fehlertoleranter Rechnungen sind Sie ein geschätzter Kollege. An unserer Fakultät haben Sie sich auch durch Ihre langjährige Tätigkeit als Dekan und Vorsitzender des Prüfungsausschusses verdient gemacht“, unterstrich Dekan Prof. Dr. Rutger Verbeek. Seinen Glückwünschen schloss sich sein Kollege Prof. Dr. Jörg Keller, Sprecher der Fachgruppe Fehlertolerierende Rechnersysteme der Gesellschaft für Informatik, mit den besten Wünschen für „die nächsten 25 Jahre“ an.
Einen Rückblick auf das wissenschaftliche Schaffen des Jubilars gaben Dr. Karl-Erwin Großpietsch, Senior Scientist und Projektleiter beim Fraunhofer-Institut, und Prof. Dr. Klaus Echtle von der Universität Duisburg Essen in ihren Vorträgen. Schneeweiss promovierte 1968 als Informatiker an der TU München und habilitierte sich 1973 an der TU Karlsruhe im selben Fach. Im Bereich der Technischen Informatik war er im Anschluss einige Jahre bei der Max-Planck-Gesellschaft in München tätig. 1977 übernahm er die Professur für Technische Informatik an der FernUniversität in Hagen, vorher war er einige Jahre in der Abteilung Zuverlässigkeitstechnik bei der Siemens AG beschäftigt. Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit gründete Schneeweiss unter anderem den NRW-Diskussionskreis „Fehlertoleranz“, aus dem sich ein mittlerweile halbjährlich stattfindendes bundesweites Forum gebildet hat.
Dass er auch im Ruhestand noch sehr aktiv ist und zwar nicht nur als Denker, sondern auch als Dichter, zeigte Schneeweiss in seiner Rede. „75 Jahre sind geschafft, für wie viel mehr reicht wohl noch die Kraft?“ fragte er zum Beispiel mit einem Augenzwinkern.
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