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Juli

Die Philosophie im interdisziplinären Gespräch

Prof. Dr. Kurt Röttgers feiert am 21. Juli seinen 65. Geburtstag

Als damals zweiter Professor für Philosophie der FernUniversität kam er 1984 aus Bielefeld nach Hagen und begleitete knapp 25 Jahre lang aktiv den Ausbau „seines“ Fachs. Am 21. Juli feiert Prof. Dr. Kurt Röttgers seinen 65. Geburtstag und tritt mit Ablauf dieses Monats in den Ruhestand.

Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer überreichte dem Leiter des Lehrgebiets Philosophie, insb. Praktische Philosophie, am 16. Juli seine Entlassungsurkunde aus dem aktiven Dienst und bedankte sich für dessen großes Engagement für die FernUniversität: „Für den Ruhestand wünsche ich Ihnen viel, viel Freude.“

In seinem Ruhestand will sich Kurt Röttgers vor allem weiterhin der Forschung widmen. Er beende zwar seine universitäre, nicht aber jedoch die wissenschaftliche Laufbahn, kündigte er an. Im Oktober reist Röttgers beispielsweise als Gastprofessor an die Technische und Wirtschafts-Universität Budapest. Außerdem plant er, am Thema „Kommunikativer Text“ weiterzuarbeiten – ein Thema, mit dem er sich schon seit seiner Habilitation auseinandersetzt.

Für den Philosophen geht demnach Text weit über das Geschriebene hinaus. Kurt Röttgers Konzept von „Text“ umfasst vielmehr alles Kommunizierte, besonders gesprochene Sprache. Drei Aspekte hat er dazu entwickelt. Nach den bereits in seinen Werken behandelten Aspekten des Sozialen und der Zeit, widmet er sich jetzt dem Aspekt des Symbolisch-Normativen, in dem es neben Wissen und Erkenntnis um Ethik und Moral geht.

Die Philosophie brachte Prof. Röttgers stets mit anderen wissenschaftlichen Fachrichtungen in Kontakt. Aktuelle Forschungsthemen oder gesellschaftliche und wirtschaftliche Umwälzungen wie die Globalisierung diskutierte er etwa mit Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen auf Kolloquien des Christian-Jakob-Kraus-Instituts für Wirtschafts- und Sozialphilosophie. Der Philosoph ist einer der Gründer dieser gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung der Fakultäten für Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaft. Kurt Röttgers forschte darüber hinaus selbst auf dem Gebiet der Unternehmens- und Wirtschaftsethik und leitete ein entsprechendes Weiterbildungsprogramm des Christian-Jakob-Kraus-Instituts.

In Bonn und Bochum studierte Kurt Röttgers von 1964-1969 Philosophie, Germanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft. 1972 schloss er seine Promotion an der Ruhr-Universität Bochum ab. Neun Jahre später folgte die Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Von 1970 bis 1983 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld. Seit 1973 ist Prof. Röttgers zudem Mitherausgeber des Historischen Wörterbuchs der Philosophie. Er engagierte sich darüber hinaus in der Selbstverwaltung der FernUniversität, zum Beispiel während seiner beiden Amtszeiten als Dekan der heutigen Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften.

Gesche Quent | 21.07.2009
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