Die teilnehmenden Studierenden der Summer School mit den Dozenten
Fachliche „Entwicklungshilfe“ leistete apl. Prof. Dr. Reinhart Job, Leiter des Arbeitsgebiets Leistungsbauelemente und Sensorik der Fakultät für Mathematik und Informatik an der FernUniversität in Hagen, bei einer drei Wochen langen Summer School zum Thema „Advanced Microsystemes Technologies for Sensor Applications“ in Brasilien. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).
Die insgesamt 84 Vorlesungsstunden zu Halbleitertechnologie, Sensorik und Schaltungstechnik waren den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht genug. „Auch nach den Veranstaltungen haben die Studierenden gezielt Fragen gestellt und mit uns Dozenten und ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen über die Inhalte diskutiert“, ist Prof. Dr. Reinhart Job, von dem großen Interesse und Engagement der brasilianischen Studierenden nachhaltig beeindruckt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Glösekötter, Fachhochschule Münster, und Prof. Dr. Ulrich Hilleringmann, Universität Paderborn, hat Prof. Job die Summer School an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul in Porto Alegre angeboten.
„Die Summer School stand allen Studierenden der Elektrotechnik und Informatik offen. Wir haben aus den zahlreichen Bewerbungen, die alle aus Brasilien kamen, die 35 fachlich am besten geeigneten Studentinnen und Studenten ausgewählt“, erklärt Job. Dass die Initiatoren eine gute Auswahl getroffen haben, zeigen die Ergebnisse der Abschlussklausuren, die die Teilnehmenden nach jeder Themenwoche schreiben konnten. 94 Prozent waren erfolgreich und erhielten entsprechende Zertifikate.
Groß war das Interesse der brasilianischen Studierenden nicht nur für die fachlichen Aspekte, sondern auch im Hinblick auf ein Studium in Europa. Gerne informierten die Professoren aus Hagen, Münster und Paderborn in den vorlesungsfreien Zeiten in Porte Alegre über die Studienbedingungen in Deutschland. „Viele Teilnehmende der Summer School würden ihr Studium gerne an einer deutschen Hochschule fortsetzen oder sich dort weiter qualifizieren“, erzählt Job. Diese Möglichkeit soll durch ein Austauschprogramm für Studierende und Doktoranden deutscher und brasilianischer Hochschulen entstehen. „Den Antrag für ein solches Programm haben wir bereits gestellt“, erklärte Prof. Dr. Gilson Wirth von der Universidade Federal do Rio Grande do Sul.
Bewerbungen von Studierenden der FernUniversität und der beiden Partnerhochschulen für die Teilnahme an der Summer School gab es nicht. „Mit Blick auf die hohen Reisekosten, die die Teilnehmenden selbst hätten tragen müssen, ist das verständlich“, so Job. „Die nächste Summer School in Brasilien wird es voraussichtlich in zwei Jahren geben, dann vielleicht auch mit Studierenden der FernUniversität“, hat er sich zum Ziel gesetzt. Sein für die diesjährige Summer School erarbeitetes Lehrmaterial stellt er aber auch seinen FernUni-Studierenden zur Verfügung.
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