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Oktober

Großer Einfluss auf italienische Literatur des 20. Jahrhunderts

Peter Schütze liest Erzählungen von Giovanni Verga in der Universitätsbibliothek

Erzählungen von Giovanni Verga trägt Peter Schütze am 28. Oktober ab 19 Uhr im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek der FernUniversität in Hagen vor. Veranstalter sind der Freundeskreis Italien und die Universitätsbibliothek.

Giovanni Verga (1840-1922) gilt als Begründer der modernen italienischen Epik und als wichtigster Repräsentant des Verismus, der italienischen Spielart des sozialkritischen Realismus. Der aus Sizilien stammende Autor beschreibt in seinen Romanen und Erzählungen das Leben der armen Landbevölkerung seiner Heimat. Er schildert ihren meist vergeblichen Kampf um sozialen Aufstieg sowie die Macht der Religion und der Gesetze eines starren Systems der Ehre und Tradition.

Sprache und Themen von Vergas Erzählungen wie „Nedda“ oder „Cavalleria rusticana“ sowie vor allem der großen Familienromane „I Malavoglia“ (1881) und „Mastro-Don Gesualdo“ (1889) hatten einen großen Einfluss auf die italienische Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Ausstrahlung des Schriftstellers reicht aber auch auf das Gebiet der Wissenschaft. Der Soziologe René König (1906-1992) übersetzte nicht nur den Roman „I Malavoglia“ ins Deutsche, er ließ sich auch in seinem eigenen Buch über Sizilien von Vergas Beschreibungsweise inspirieren.

Gesche Quent | 20.10.2009
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