Rubriken

Oktober

Theorie nachgeholt, ohne auf die Praxis zu verzichten

Daniel Kaiser ist der erste Absolvent des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik

Daniel Kaiser wollte die Theorie nachholen, dabei allerdings nicht auf die Praxis verzichten. „Ich möchte beruflich weiterkommen“, sagt er, „und wollte deshalb an einer Universität einen akademischen Abschluss machen.“ Ein Kollege erzählte ihm von der FernUniversität in Hagen. Er hatte selbst dort studiert und konnte ihm hilfreiche Tipps zum Ablauf eines Fernstudiums geben. Besonders wichtig für Daniel Kaiser war, dass er an der FernUniversität parallel zum Beruf studieren konnte. Er zögerte nicht lange und schrieb sich ein. Im Sommersemester 2009 schloss er als erster Absolvent sehr erfolgreich den Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik ab.

Porträtaufnahme von Daniel Kaiser. Erster Absolvent des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik: Daniel Kaiser

„Die Wirtschaftsinformatik passte einfach ideal zu meinem Job“, erklärt Kaiser seine Entscheidung für das Fach. „Ich habe während des Studiums bei der Deutschen Bundesbank im Bereich „Märkte“ die Beschaffung von Daten von Finanzinformationsdiensten verbessert und dabei eng mit der IT-Abteilung zusammengearbeitet.“ Der Frankfurter ist ausgebildeter Betriebswirt, hatte nach dem Abitur an der Fachhochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg/ Westerwald (einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung) studiert. Im Studium an der FernUniversität wollte er seine Wirtschaftskenntnisse vertiefen und sich neues Fachwissen auf dem Gebiet der Informatik aneignen.

Gespannt war er vor allem auf das noch unbekannte Fernstudiensystem: „Mein Studium an der Fachhochschule war sehr verschult und jetzt musste ich ja auch noch Studium und Beruf miteinander vereinbaren.“ Um auszuprobieren, was demnächst auf ihn zukommen würde, belegte Daniel Kaiser zunächst einen Vorkurs in Mathematik. Es lief gut. 2006 startete sein erstes Semester im Bachelorstudiengang.

Die gelernte Theorie auch sofort mit der Praxis zu verbinden, funktionierte reibungslos: „Ich konnte viele Inhalte direkt anwenden wie z. B. den Kurs Informationsmanagement von Prof. Dr. Ulrike Baumöl oder Aspekte aus meinem Wahlpflichtfach Banken und Börsen.“ Die Informatik ideal mit der Wirtschaft verknüpft hat Daniel Kaiser darüber hinaus in seiner Bachelorarbeit. Im Rahmen der Arbeit entwickelte er einen Softwareprototyp für die dienstbasierte Ablaufplanung in einem Industrieunternehmen. Betreut wurde Kaiser dabei von Prof. Dr. Lars Mönch: „Die Betreuung war vorbildlich. Es gab mehrmals im Monat Telefontermine, meine E-Mails wurden immer sehr schnell beantwortet.“

Wichtig war für Daniel Kaiser ebenfalls der persönliche Kontakt zu anderen Studierenden sowie zu den Professorinnen und Professoren in Hagen. Die Mentorenkurse im Studienzentrum Frankfurt waren eine gute Ergänzung zu den Studienbriefen. Mit Kommilitonen schloss sich Kaiser zu Lerngruppen zusammen – mit vielen hat er heute noch Kontakt, trifft sich auch privat mit ihnen: „Im Fernstudium trifft man viele verschiedene Leute mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. Dadurch habe ich viele interessante Anregungen bekommen“, erzählt er.

Auf Präsenzseminaren und bei Kolloquien in Hagen kam er mit seinen Dozentinnen und Dozenten ins Gespräch: „Es ist gut, jemanden vom Lehrstuhl zu treffen“, findet Kaiser. Sein Arbeitgeber unterstützte den Betriebswirt ebenfalls. Kaiser konnte sich z. B. vor den Prüfungen jeweils eine Woche Urlaub nehmen.

Nach seinem Bachelorabschluss soll jetzt der Master folgen. Das ist ihm während seines Studiums schnell klar geworden. Von Frankfurt ist Daniel Kaiser bereits nach Regensburg gezogen, um an der dortigen Universität den Masterabschluss aufzusatteln. Für die nächsten beiden Jahre macht er sein Studium zum Beruf.

Der FernUniversität bleibt Kaiser ebenfalls verbunden – als Korrektor für Einsendeaufgaben und Klausuren im Lehrgebiet Unternehmensweite Softwaresysteme von Prof. Mönch. „Vielleicht komme ich als Master wieder zurück und promoviere in Hagen“, sagt er, „ich möchte mir auf jeden Fall viele Möglichkeiten offen halten.“

Gesche Quent | 21.10.2009
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de