Über 500 km ist Marina Krämer von der Hallig Langeneß nach Hagen gefahren, um an der dritten Geschichtswoche des Historischen Instituts der FernUniversität in Hagen teilzunehmen. Vom 5. bis 10. Oktober lernte sie in Präsenzveranstaltungen die Dozentinnen und Dozenten des Instituts und vor allem andere Studierende kennen. „Kontakte zu den Dozenten und meinen Kommilitonen zu knüpfen war mir sehr wichtig. Hilfreich und sinnvoll waren außerdem die Bibliotheksführung und die Seminare zur Quellenarbeit“, findet die Studentin im Magisterstudiengang mit Geschichte als Hauptfach.
Rund 140 Studierende kamen zur dritten Geschichtswoche des Historischen Instituts der FernUniversitätInsgesamt kamen rund 140 Studierende auf den Campus der FernUniversität. Teilnehmen konnten Studierende des Fachs Geschichte im Bachelorstudiengang Kulturwissenschaften, im Masterstudiengang Europäische Moderne und im auslaufenden Magisterstudiengang. Studierende thematisch verwandter Bachelorstudiengänge wie z. B. Politik- und Verwaltungswissenschaft waren ebenfalls eingeladen.
Thematisch standen die Veranstaltungen unter dem Motto „Ungleichheiten in der Geschichte“. „In den Seminaren beschäftigten wir uns z. B. mit Mehr- und Minderheiten im historischen Kontext sowie mit Themen wie Rasse oder Diasporen“, erzählt Prof. Dr. Reinhard Wendt, Leiter des Lehrgebiets Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte. Sein Lehrgebiet hatte turnusmäßig die Organisation der Geschichtswoche 2009 übernommen, da sich die drei Lehrgebiete des Instituts jeweils darin abwechseln.
Alle Lehrenden des Instituts waren die ganze Woche vor Ort und gaben den Studierenden in ihren Sprechstunden beispielsweise Tipps zur Strukturierung und Organisation des Studiums oder besprachen bevorstehende Prüfungen. Zusätzlich fanden spezielle Seminare zur Methodik des Fachs, d.h. etwa zum Umgang mit historischen Quellen, Bibliotheksführungen sowie ein Examenskolloquium statt.
Vier öffentliche Abendvorträge und eine Lesung in der Universitätsbibliothek mit Texten von Adelbert von Chamisso rundeten das Programm ab.
Zum ersten Mal war das übergreifende Thema „Ungleichheiten in der Geschichte“ darüber hinaus Anlass für eine Spendenaktion des Historischen Instituts: „Wir haben ein konkretes Projekt herausgegriffen und wollen es dabei unterstützen, die vor Ort herrschenden Ungleichheiten abzumildern“, erklärt Nina Schneider, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Wendt, die Idee. Die Spenden kommen einer Bildungsstätte für Straßenkinder in Rio de Janeiro zugute: „Diese Bildungsstätte betreut 30 Jugendliche aus den Armenvierteln von Rio de Janeiro. In Bildungs- und Beschäftigungsprogrammen soll ihnen eine Alternative zum dort weit verbreiteten Drogenschmuggel aufgezeigt werden“, sagt Schneider. Insgesamt sind rund 300 Euro zusammen gekommen.
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