Wie viele Bücher gibt es in der Bibliothek? Warum sehe ich mich selbst auf dem Bildschirm? Kann mein Roboter auch tanzen? Die 20 Kinder, die am 21. Oktober die FernUniversität in Hagen im Rahmen des „Stöbertages“ besuchten, hatten viele Fragen, die ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FernUniversität gerne beantworteten. In einem vielseitigen Programm erhielten die Schülerinnen und Schüler von unterschiedlichen Hagener Ganztagsgrundschulen einen Einblick in Lehre und Forschung.
Die Kinder staunten über die rund 780.000 Bücher in der UniversitätsbibliothekUnter dem Motto „Kinder mischen mit!“ hatte die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Hagen ihren vierten „Stöbertag“ organisiert. Insgesamt rund 200 Kinder zwischen sechs und elf Jahren erkundeten in Hagener Organisationen, Geschäften und Werkstätten die Arbeitswelt der Erwachsenen. Jeweils eine Gruppe von etwa zehn Kindern stöberte vormittags und nachmittags für je zwei Stunden an der FernUniversität. Sie beteiligte sich zum ersten Mal und zeigte anhand von vier Stationen, an welchen Projekten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise arbeiten oder wie den Studierenden der Lernstoff vermittelt wird.
Nick (links) und Theo ließen die Roboter tanzenZuerst steuerten die Mädchen und Jungen ein virtuelles Flugzeug, übten den Start und drehten Loopings. Diese Flugsimulation möglich machte das Lehrgebiet Rechnerarchitektur von Prof. Dr. Wolfram Schiffmann aus der Fakultät für Mathematik und Informatik. Auf einem Panoramadisplay, das aus vier ebenen Leinwänden besteht, die einen Halbkreis beschreiben, verfolgten die Kinder unter Anleitung von Mitarbeiter Andreas Kleimann staunend den Flug. Im Lehrgebiet wurde die dafür notwendige Software so weiter entwickelt, dass das Bild ohne große Verzerrungen an den Übergängen zwischen den Leinwänden angezeigt werden kann.
Weiter ging es danach ins Videostudio der FernUniversität. Alexander Reinshagen vom Zentrum für Medien und IT erklärte, wie z. B. Vorlesungen und Veranstaltungen live ins Internet übertragen werden. Die Kinder testeten, wie schwer eine Kamera ist und steuerten selbst die Deckenkameras im Studio.
In der Universitätsbibliothek zeigte ihnen Martin Roos u. a. wie Bücher eingescannt werden. Wer wollte, konnte das Verfahren selbst ausprobieren und die eigenen Hände vom Gerät scannen lassen. Abschließend ging es zu Dr.-Ing. Andreas Bischoff ins Labor des Lehrgebiets Prozesssteuerung und Regelungstechnik. Dort steuerten die Schülerinnen und Schüler Roboter per Handy, ließen sie Dinge greifen und tanzen.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de