Auf Einladung der FernUniversität in Hagen ist die Wanderausstellung "Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur" vom 6. bis 19. November in der Universitätsbibliothek zu sehen. Die offizielle Ausstellungseröffnung findet am 10. November statt.
Die Ausstellung informiert umfassend über die Tätigkeit jüdischer Mathematikerinnen und Mathematiker im Kaiserreich und der Weimarer Republik. Erinnert wird aber auch an Vertreibung, Flucht und Ermordung nach 1933. Konzipiert wurde die Ausstellung federführend von der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte an der Universität Frankfurt.
In neun Stationen wird anhand von historischen Dokumenten, Handschriften und mathematischen Werken die persönliche und politische Situation der jüdischen Wissenschaftler eindringlich erläutert.
Jüdische Mathematikerinnen und Mathematiker spielten in allen Bereichen der mathematischen Kultur eine maßgebliche Rolle. So waren im Jahre 1933 mehr als ein Viertel der Professuren der Mathematik in Deutschland durch jüdische Mathematiker besetzt. Sie prägten die mathematische Kultur ihrer Zeit.
Die Vertreibung und Ermordung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nazi-Deutschland beendete die Blütezeit der Mathematik in unserem Land. Von diesem Verlust hat sich die deutsche Wissenschaftslandschaft nie mehr erholt.
Die Ausstellung richtet sich an alle, die sich für Wissenschaftsgeschichte und deutsch-jüdische Kulturgeschichte der letzten 150 Jahre interessieren. Sie vermittelt zudem auch vielfältige Anstöße für den Mathematik- und den Geschichtsunterricht.
Der Eintritt ist frei.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de