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November

FernUniversität gründet erste Regionalzentren in NRW: Hagen und Coesfeld neue Standorte

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Für eine wohnortnahe Unterstützung ihrer Studierenden baut die FernUniversität in Hagen zurzeit ein bundesweites Netzwerk von Regionalzentren auf. In Hagen und Coesfeld wurden nach dem kürzlich eröffneten Pilotzentrum in Berlin zu Beginn des Wintersemesters die beiden ersten NRW-Regionalzentren in Betrieb genommen. Bis zum Sommersemester 2012 will die FernUniversität bundesweit 13 Anlaufstellen für die Studierenden eröffnet haben. „Für den Aufbau eines eigenen Netzwerkes zur Betreuung unserer Studierenden wird die FernUniversität bis zum Jahr 2012 rund 5 Mio. Euro aus eigenen Mitteln investieren“, kündigt Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer an. Eine wesentliche Unterstützung für ein erfolgreiches Fernstudium ist die Betreuung der Studierenden vor Ort.

In einem gewaltigen Kraftakt strukturiert die FernUniversität in Hagen zurzeit ihr bisheriges Studienzentrennetz um. Ziel ist eine zentral gesteuerte Infrastruktur für die Betreuungsangebote der Fakultäten in den verschiedenen Studiengängen. „Unabhängig von ihrem Wohnort sollen die Studierenden eine qualitätsgesicherte Betreuung nach einheitlichen Standards erhalten, die auch den Akkreditierungsanforderungen der Bachelorstudiengänge gerecht wird“, unterstreicht Rektor Hoyer.

Zweiter Ausgangspunkt für die Reorganisation war die Notwendigkeit, die Systemunterschiede bei den Studienzentren zu vereinheitlichen: In Nordrhein-Westfalen werden sie in Kooperation mit Kommunen unterhalten, in anderen Bundesländern sind sie zumeist Einrichtungen von Partner-Universitäten. Diese setzen nach der Einführung von Globalhaushalten inzwischen zunehmend andere Ziele für die Verwendung ihrer Finanzmittel.

Die FernUniversität hat sich daher entschieden, ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Nach dem Pilotzentrum in Berlin und den beiden Zentren in Nordrhein-Westfalen in Hagen und Coesfeld im Wintersemester 2009/10 sollen als nächstes im kommenden Sommer die Regionalzentren in Hamburg und Hannover ihre Arbeit aufnehmen. „Bis zum Sommersemester 2012 werden weitere Zentren in Bonn, Karlsruhe, Nürnberg, Neuss, Stuttgart, Frankfurt, Leipzig und München folgen. Die Reihenfolge der Eröffnung wird auch von den örtlichen Gegebenheiten abhängig sein“, erläutert Kanzlerin Regina Zdebel die weitere Planung.

Das neue Regionalzentrum Hagen hat seinen Standort in einem Gebäude auf dem Campus der FernUniversität - es kann so die Infrastruktur der größten deutschen Universität nutzen

Wo es möglich ist werden die Regionalzentren durch Weiterentwicklung der bisherigen Studienzentren aufgebaut. So ist es außerhalb von NRW z.B. in Nürnberg und München vorgesehen. An anderen Orten werden neue, für die Studierenden besser erreichbare Standorte gefunden. „Wir haben das Ziel“, sagt Carmen Altnickel-Winner, Dezernentin für Studierendenangelegenheiten, „dass drei Viertel unserer Studierenden in höchsten 75 Kilometern Entfernung ihr Regionalzentrum erreichen.“

Effizienzsteigerung durch bessere Koordination

In Nordrhein-Westfalen werden die bisherigen Studienzentren weitergeführt und den Regionalzentren zugeordnet. In den Regionalzentren werden künftig Veranstaltungen wie z.B. die Mentoriate koordiniert, so dass die Studierenden das Angebot möglichst flexibel mit ihrem Terminkalender kombinieren können.

Neben den Studienbriefen und der Online-Betreuung über das Internet sind die Regionalzentren ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Studium. „Die Fakultäten berücksichtigen deshalb bei ihren Betreuungsangeboten – abgestimmt auf die Besonderheiten des jeweiligen Faches – neben den zahlreichen Betreuungsangeboten über das Internet auch die Präsenzveranstaltungen und Mentoriate in den Regional- und Studienzentren“, erläutert Dekanesprecher Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth das neue Konzept.

Bereits im Regionalzentrum Berlin zeige sich, sagt Daniel Schwarz vom AStA, dass die Angebote von den Studierenden sehr gut angenommen werden. Und er freut sich, dass der Allgemeine Studierendenausschuss bereits bei der Planung des neuen Konzeptes einbezogen wurde und seine Vorschläge in den Entwicklungsprozess einbringen konnte. Die Arbeit der Regionalzentren wird kontinuierlich evaluiert, so dass die Verbesserungsvorschläge bereits bei der Entwicklung der nächsten Zentren berücksichtigt werden können.

Anne Hoppe, Fernstudentin und Bankkauffrau, nutzt das Regionalzentrum in Coesfeld, lobt den ersten Schritt: „Wenn ich mich mit anderen Studierenden austauschen oder gemeinsam lernen will, habe ich es nicht weit bis zur FernUni- ‚Außenstelle’ in Coesfeld. Sehr hilfreich ist auch die mentorielle Unterstützung hier vor Ort. Die ‚Investition’ Studium lohnt sich bereits. Viele Inhalte kann ich schon jetzt in meinem Arbeitsalltag anwenden.“

Betreuungskonzept kombiniert Regionalzentren mit Online-Angeboten

Mit der Einführung des bundesweiten Netzwerkes von Regionalzentren werden die Studierenden der FernUniversität in Hagen künftig überall in Deutschland qualitätsgesichert und nach einheitlichen Standards betreut. Die fachliche Unterstützung für das Studium liegt in der Verantwortung der Fakultäten. Die Zentrale Hochschulverwaltung schafft mit der Inbetriebnahme der 13 Regionalzentren sowie den bisherigen Studienzentren den organisatorischen Rahmen für die Betreuung der mehr als 66.000 Studierenden. Im Sommersemester 2012 sollen nach derzeitiger Planung alle 13 Regionalzentren eröffnet sein.

Für ein erfolgreiches Studium brauchen die Studierenden nicht nur fachlich hervorragende Studienbriefe. „Sie benötigen auch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Fakultäten, die bei Fragen helfen. Sie brauchen betreute Lerngruppen, Seminare, Diskussionspartner. Und zwar je nach Fach und Studienfortschritt in unterschiedlicher Ausprägung“, sagt Dekanesprecher Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth.

Die größte deutsche Universität hat diese Anforderungen aufgenommen und deshalb ein qualitätsgesichertes Betreuungsangebot an einheitlichen Standards ausgerichtet. Sie berücksichtigt dabei die Besonderheiten der einzelnen Fächer. Und sie bezieht ein, dass ihre Studierenden auch außerhalb der Ballungszentren leben und sie das Regionalzentrum nicht so regelmäßig aufsuchen. Nicht zuletzt ist es ihr erklärtes Ziel, dass drei Viertel der Studierenden höchstens 75 Kilometer zum nächstgelegenen Regionalzentrum fahren müssen.

In den 13 Regionalzentren werden Studierende und Interessierte informiert und beraten. Hier finden Präsenzveranstaltungen und Prüfungsvorbereitungen mit Mentorinnen und Mentoren statt. Hier treffen sich Lerngruppen und findet der persönliche Austausch zwischen den Studierenden und mit Mentoren statt, der manchmal der Motivation den gerade nötigen Schub gibt.

Um auch den Studierenden außerhalb der Ballungszentren eine gute Betreuung zu gewährleisten, wird zusätzlich zu den Regionalzentren der Service über das Internet ständig weiter ausgebaut. Über ein Studiengangsportal erschließen sich die Studierenden den Zugang zu allen fachbezogenen Angeboten. Im Portal finden sie nicht nur alle Präsenzveranstaltungen, Prüfungstermine, Anmeldewege, sondern auch den Zugang zur Bibliothek und allem weiteren Studienmaterial, zu den Kontaktlisten und Newsgroups, zur eigenen Lerngruppe und zum Schwarzen Brett.

Diese Angebote nutzen die Studierenden, wann es ihre Zeit erlaubt. Denn 80 Prozent von ihnen sind beruftätig. Gerade diese Zielgruppe benötigt überaus flexible Betreuungsangebote, die über das Internet zeitversetzt angeboten und genutzt werden können wie z.B. Einführungsveranstaltungen oder Prüfungsvorbereitungen, die gestreamt im Studiengangsportal zur Verfügung stehen.

Susanne Bossemeyer | 03.11.2009
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