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Dezember

Kaum das Abi schon ein Bachelor

Elmar Peise schaffte Studium neben dem Gymnasium

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Schon vor Beginn seines Studiums an der FernUniversität in Hagen hatte Elmar Peise zusätzlich zum Unterricht Informatik- und Mathematikkurse im TechnoMathematischen SchülerZentrum für begabte Schülerinnen und Schüler belegt. Dabei erfuhr er, dass die FernUniversität in Hagen begabten und engagierten jungen Menschen das Studieren ermöglicht, bevor sie ihr Abitur haben.

In der 10. Klasse entschied sich Elmar Peise für ein Universitätsstudium parallel zur Schule. Der damals 15-Jährige wollte zunächst einmal in ein Studium „hineinschnuppern“. Es sollte für ihn eine willkommene Abwechselung zum Schulunterricht sein, in dem er sich gelegentlich unterfordert fühlte. „Ich habe mich natürlich erst einmal ‚schlau’ gemacht.“ Erst online, dann ließ er sich von Jutta Rossbach, der Studienzentrumsleiterin in Krefeld, beraten. Das Ergebnis: Der Schüler belegte Mathematik- und Informatikkurse im Akademiestudium. Schon die beiden Kurse im ersten Semester machten ihm „viel Spaß, das war richtig interessant“. Anschließend orientierte er sich in Richtung Informatik, ein Fach, das an seiner Schule nicht angeboten wurde und dachte sich: „Ein oder zwei ‚Scheine’ können ja nicht schaden.“ Schnell kamen die Fragen auf: „Was brauche ich eigentlich für einen Bachelorabschluss?“, „Könnte das Studium auch zusammen mit dem Abitur gelingen?“ Die Antwort: „Ja – ich wollte das dann parallel durchziehen.“

Drei- bis viermal pro Semester fuhr Peise nach Krefeld, davon einmal zum Treffen in der dortigen „Schüleruni“, die anderen Male zu Prüfungsvorbereitungen mit Mentoren. Ältere Studierende wunderten sich nur kurz, einen so jungen Kommilitonen zu haben. „Wir haben uns gut unterhalten und Erkenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht.“, so Peise. Überwiegend arbeitete er aber selbstständig. Statt seine Sommerferien zu genießen schrieb er in diesem Jahr seine Bachelorarbeit.

„Alles in allem“, so blickt er heute auf sein Studium zurück, „ging das richtig gut. Ich habe auf weniges verzichtet“. Er konnte in Vereinen Schwimmen und Judo betreiben, Geige spielen – „und natürlich bin ich mit Freunden unterwegs gewesen“, schmunzelt er. In der Schule half es ihm, andere Blickwinkel zu entwickeln.

In diesem Jahr konnte er nun die Früchte seiner Doppelarbeit ernten: im Frühjahr ein erstklassiges Abitur, rechtzeitig vor dem Wintersemester 2009/2010 den Abschluss eines Bachelor of Science Informatik. Er ist die Grundlage für sein Masterstudium Simulation Sciences an der RWTH Aachen, das so ausgerichtet ist, dass die Masterarbeit nahtlos in eine Promotion übergeht. Elmar Peise steigt an der Präsenzuni also dort ein, wo andere ihr erstes großes Ziel gesetzt haben.

Wie es dann weitergehen soll, weiß er jetzt noch nicht, wahrscheinlich wird er sich in Richtung Wissenschaft orientieren. Die Rückkehr an die FernUniversität hält er sich gedanklich offen: „Vielleicht studiere ich ja noch mal hier, z.B. neben der Arbeit.“

Zur Urkundenübergabe an Elmar Peise war der Erstgutachter seiner Bachelorarbeit, Privatdozent Dr. Robert Rettinger, nach Krefeld gekommen. Erfreut über den Erfolg war natürlich auch Jutta Rossbach vom Studienzentrum

Hintergrund

Seit über zehn Jahren werden im Studienzentrum Krefeld Schülerinnen und Schüler in einem speziellen Projekt betreut. Die Schülerstudierenden werden hier vor und während ihres Studiums von Jutta Roßbach und ihrem Team fachlich und studientechnisch beraten und begleitet. Hier finden auch regelmäßige Treffen aller Schülerstudierenden statt. Nicht zuletzt wegen dieser persönlichen Begegnungen nahm Elmar Peise den Weg aus Aachen nach Krefeld auf sich. Finanziell unterstützt wird dieses Projekt von der Krefelder Bürgerstiftung, um den Schülerinnen und Schülern fachmentorielle Betreuung zu ermöglichen. Zurzeit werden 13 Schülerinnen und Schüler in Krefeld in unterschiedlichen Fächern betreut, z.B. in Mathematik, Informatik, Politik-, Rechts- oder Kulturwissenschaften.

Gerd Dapprich | 08.12.2009
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de