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Aktuelles - Dezember 2009

Prof. Wagner in Japan

Gastvortrag über die aktuelle Finanzkrise und ihre Auswirkungen

Prof. Dr. Helmut Wagner, Leiter des Lehrgebiets für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik an der FernUniversität in Hagen, hält sich in Japan auf, um auf Einladung des in Tokio neugegründeten Instituts für Europastudien, das von drei japanischen Spitzenuniversitäten getragen und von der EU-Kommission mitfinanziert wird, einen Gastvortrag auf der ersten Konferenz dieses Instituts an der Keio-Universität halten. Thema der Konferenz sowie des Gastvortrags von Prof. Wagner ist die aktuelle Finanzkrise und ihre Auswirkungen insbesondere auf Europa. Derzeit werden Befürchtungen gehegt, dass Europa eine ähnlich heftige, lang andauernde Durststrecke wie Japan in den 90er Jahren erleiden könnte. Japan hatte damals nach einer ähnlichen Finanzkrise wie heute die größte Wirtschaftskrise, der eine hochentwickelte Wirtschaftsnation in der neueren Zeit jemals ausgesetzt war, hinnehmen müssen, als es mehr als ein Jahrzehnt wirtschaftlich daniederlag. Außerdem ist Japan, insbesondere unter der neuen Regierung unter Premier Yukio Hatoyama, sehr an den Erfahrungen mit der europäischen Integration und den Übertragungsmöglichkeiten auf Asien interessiert.

Prof. Wagner hat sich in seinen bisherigen Forschungsarbeiten schon häufiger mit diesen beiden Thematiken eingehender beschäftigt gehabt: so schon vor 20 Jahren, als er Ende der 80er Jahre kurz vor Ausbruch der damaligen Finanzkrise in Japan eine mehrmonatige Gastprofessur an der japanischen Zentralbank innehatte; dann vor ungefähr zehn Jahren, nach der sogenannten Asienkrise, im Zusammenhang mit Gastvorträgen und Beratungstätigkeiten in Japan zum geeigneten Krisen- und Risikomanagement; und zuletzt während seiner diesjährigen Gastprofessur an der Hitotsubashi-Universität in Tokio.

Im Anschluss an die Konferenz wird Prof. Wagner in der darauffolgenden Woche noch verschiedene Universitäten und regierungsnahe Institutionen zum Forschungsaustausch und zu Beratungen besuchen.

proe | 08.12.2009
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