In der Vortragsreihe „Lüdenscheider Gespräche“ geht es am 16. Dezember um 17.00 Uhr in einem Vortrag von Dr. Christian Weißhuhn um „Alfred Hueck (1889 bis 1975) – Jurist in vier politischen Systemen". Veranstaltungsort ist das Haus der FernUniversität, Liebigstraße 11, 58511 Lüdenscheid. Moderator ist Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, Institut für Geschichte und Biographie „Deutsches Gedächtnis“ der FernUniversität in Hagen. Interessierte Gäste sind wie immer herzlich willkommen.
Die Rolle der Rechtswissenschaft während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches ist seit einigen Jahren verstärkt Gegenstand der juristischen und historischen Betrachtung. Vor allem das Leben und das Werk einzelner Persönlichkeiten jener geschichtsträchtigen Zeiten sind vermehrt in den Mittelpunkt des geschichtlichen Interesses gerückt.
Dr. Christian Weißhuhn, Hueck-Biograph und Rechtsanwalt in Erfurt, wird anhand der persönlichen und beruflichen Wegstationen von Alfred Hueck dessen Leben sowie juristischen Werdegang nachskizzieren. 1889 in Lüdenscheid geboren, führte ihn sein Weg in der Wilhelminischen Kaiserzeit als Student über Freiburg und München nach Münster, wo er nur wenige Jahre nach der Gründung der Weimarer Republik zum Privatdozenten ernannt wurde. Von hier wechselte Hueck 1925 nach Jena, um einem Ruf als ordentlicher Professor für Deutsches und Bürgerliches Rechts zu folgen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten führte ihn sein Weg 1936 nach München, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1957 lehrte.
Während der zahlreichen politischen Umbrüche in den Jahren ab 1918 war Hueck fast ununterbrochen als Rechtswissenschaftler tätig. Er gilt als einer der bedeutendsten Zivilrechtswissenschafter der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, der vor allem auf den Gebieten des Arbeits- und Gesellschaftsrecht maßgeblich wirkte.
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