Vom 2. bis 4. Februar zeigten führende Aussteller auf der Learntec, der internationalen Leitmesse für professionelle Bildung, Lernen und IT in Karlsruhe wie Lehren und Lernen heute funktioniert. Bei dem Thema ganz vorne mit dabei: Die FernUniversität in Hagen. An ihrem Stand wurden intensive Fachgespräche geführt.
Der Stand der FernUni auf der Learntec 2010
Egal ob beim „Willenstest“ von Dr. Markus Deimann aus dem Lehrgebiet Mediendidaktik oder bei den beiden Vertretern des Lehrgebiets Informationssysteme und Datenbanken, Dr. Eberhard Heuel und Beate Haussmann, überall herrschte reger Betrieb. Häufig waren es Interessentinnen und Interessenten aus der Wirtschaft, die sich über die Exponate der FernUni informierten. Aber auch mit Experten anderer Aussteller gab es einen regen Austausch. Unter anderem fand Prof. Dr. Rolf Schulmeister, Mitherausgeber der „Zeitschrift für E-Learning“, seinen Weg zum FernUni-Stand. Auch FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer ließ es sich nicht entgehen, auf der Messe vorbeizuschauen.
Kein Wunder, dass Sandro Mengel vom Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik begeistert war: „Es macht richtig Spaß, wenn so viel fachkundiges Publikum kommt.“ Er erklärte den Messebesucherinnen und -besuchern gemeinsam mit Dr. Sonja Ganguin das Projekt „Mobile Learning“, das Lernen mit mobilen Endgeräten ermöglicht.
Ganz besonders im Vordergrund stand in diesem Jahr das DFG-geförderte Entwicklungsprojekt „Campus Content“. Auf einem eigenen Stand direkt neben dem der FernUni gaben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rund um Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer Auskunft über die edu-sharing-Software. Diese wurde auf der Learntec offiziell veröffentlicht. Ausführliche Informationen zu edu-sharing finden Sie hier.
Dr.-Ing. Andreas Bischoff war als Interviewpartner begehrt
Wenn Bernd Müller nicht gerade auf dem KSW-Medienblock aktuelle Messebilder einstellte, informierte er die Besucherinnen und Besucher über die Bachelor- und Masterstudiengänge der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften. Die CATBox von Prof. Dr. Winfried Hochstättler aus dem Lehrgebiet Diskrete Mathematik und Optimierung ist eine Software zur Animation von Graphenalgorithmen. Das dazu gehörende Lehrbuch wurde erstmals auf der Learntec präsentiert. „Der Verlag hat es sich nicht entgehen lassen, extra für die Messe ein erstes Exemplar zu produzieren“, freute sich Hochstättler.
Ein Blickfang war der „Robosapiens“ von Dr.-Ing. Andreas Bischoff. Viele Gäste blieben stehen, um sich von ihm Wickipedia-Artikel vorlesen zu lassen. Diese wurden durch das „Pediaphon“ in Sprache umgewandelt. Derzeit plant Bischoff, das „Pediaphon“ auch in der Lehre einzusetzen. Textbasierte Kurse könnten so kostengünstig und einfach in Audiodateien umgewandelt werden.
Antworten auf allgemeine Studienfragen rund um die FernUniversität konnten Doris Janssen, Dorothee Schulze und Constanze Schick geben. Außerdem waren Michael Schäffner und Michaela Köhl vom Fernstudienzentrum in Karlsruhe vor Ort.
Weiter Informationen zu den einzelnen Exponaten finden Sie hier.
„edu-sharing“ war mit einem eigenen Stand vertreten
Um die „Systemübergreifende Vernetzung von Anbietern und Nutzern elektronischer Lerninhalte“ ging es am zweiten Veranstaltungstag im Bildungsforum der Halle 1, wo Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer sowohl als Moderator wie auch als Referent im Einsatz war. „edu-sharing. Community, Contentnetzwerk und Software“ war das Thema von Christian Lukaschik und Annett Zobel, über den „Austausch von Lernmaterialen zum kooperativen didaktischen Design“ sprach Jun.-Prof. Dr. Michael Klebl (alle FernUniversität). Einen Pilotbetrieb und die Erfahrungen und den Service für Schulen stellten Christian Paulick und Andreas Zboralski, Kommunales Rechenzentrum Niederrhein, vor. Ebenfalls die Praxis beleuchtete ein Vortrag des Cuno-Berufskollegs I für Technik der Stadt Hagen: „Kooperation von Berufskollegs im Regierungsbezirk Arnsberg mit edu-sharing“ (der erkrankte Referent wurde von Prof. Klebl vertreten). „Edu-sharing aus der Perspektive des Hochschulverbundes Bildungsportal Sachsen“ stellte Dipl. Wirt. Inf. Jens Schwendel, BPS Bildung sportal Sachsen GmbH, vor.
Erste Entwicklungen führen zu eKNIC
In seinem Grußwort erinnerte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, an die ersten Entwicklungen an der FernUniversität, um das Internet für die Bildung nutzbar zu machen – vor gerade einmal 15 Jahren. Er stellte auch das Das geplante Forschungszentrum eKNIC der FernUniversität soll sich mit den Phänomenen des „Lernens in sozialen, technikgestützten Netzwerken“ auseinandersetzen und die Potenziale erforschen. Im Mittelpunkt der Forschung wird die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Bildungsprozessen und in Prozessen der Wissensproduktion, -verteilung und -anwendung stehen.
Ein Begleitwort sprach Dr. Sigrun Eckelmann, Deutsche Forschungsgemeinschaft.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de