Im Rahmen der „Hagener philosophischen Vorträge“ lädt das Institut für Philosophie für Donnerstag, 18. März, 19.30 Uhr, zu einem Abendvortrag mit dem Titel „Philosophie der Kunst und Wirklichkeit der Künste. Das Projekt der Allgemeinen Kunstwissenschaft (1906-1936)“ ein. Referentin ist die Hagener Philosophin Dr. Bernadette Collenberg-Plotnikov, die eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Philosophie der Kunst ist.
Die Privatdozentin wird sich dem oftmals gespannten Verhältnis von philosophischer Ästhetik und Kunstwissenschaften widmen. Beide Disziplinen begegnen sich über weite Strecken entweder mit Skepsis oder schlicht mit Desinteresse. In den letzten Jahren zeichnet sich hier allerdings eine wachsende Offenheit ab. Vor diesem Hintergrund gewinnen Phasen der Wissenschaftsgeschichte an neuem Interesse, in denen dieser Dialog bereits erprobt wurde. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das von den Philosophen Max Dessoir und Emil Utitz sowie z.B. Kunsthistorikern wie August Schmarsow, Richard Hamann, Erwin Panofsky und Edgar Wind am Beginn des 20. Jahrhunderts initiierte Projekt der Entwicklung einer ‚Allgemeinen Kunstwissenschaft‘. Im Vortrag wird diese in Vergessenheit geratene Initiative zur Einrichtung einer Art „Clearing-Stelle von Grundsatzfragen“ (W. Kemp) der Kunstforschung vorgestellt. Der Vortrag findet im Video-Studio der Fernuniversität (AVZ, Raum C 027) statt.
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