Prof. Dr. Winfried Hochstättler aus dem Lehrgebiet Diskrete Mathematik und Optimierung der FernUniversität in Hagen war sich sicher, sein Schützling würde gute Chancen haben. „Daher hat er mich auf den Preis aufmerksam gemacht und mir vorgeschlagen, mich mit meiner Diplomarbeit zu bewerben“, berichtet der FernUni-Absolvent Alexander Hölzle. Die Rechnung des Mathematikers ist aufgegangen: Auf der Studierendenkonferenz der Deutschen Mathematiker Vereinigung (DMV) vom 10. bis 12. März in München hat Hölzle einen der Hauptpreise gewonnen.
Alexander Hölzle
Mit seiner Arbeit „Über die Existenz von Strong Port Maps zwischen Matroiden“ hatte er sich beworben. Als Matroid bezeichnet man eine mathematische Struktur mit deren Hilfe man Begriffe wie lineare Unabhängigkeit, Basis oder Kreis verallgemeinern kann. Strong Port Maps sind strukturerhaltenden Abbildungen. Matroide werden unter anderem in der Optimierung, der Informatik und in anderen mathematischen Disziplinen angewendet.
Zurzeit arbeitet sich der Mathematiker in die Thematik seiner Doktorarbeit ein. Diese schreibt er ebenfalls im Lehrgebiet Diskrete Mathematik und Optimierung an der FernUniversität. Der Preis der DMV, ein Forschungsaufenthalt an der RWTH Aachen, kommt ihm zum jetzigen Zeitpunkt gerade recht. Von dem zweiwöchigen Aufenthalt in Aachen verspricht er sich Anreize und Ideen für seine Promotion. Zudem kann er wichtige Kontakte knüpfen.
„Ich kann jedoch erst Ende April nach Aachen, da ich berufstätig bin“, erläutert der 30-jährige. Bereits während seines Mathematik-Studiums an der FernUni hatte er eine Stelle angeboten bekommen. Seit zwei Jahren arbeitet er im Risiko Controlling der Deutschen Postbank in Bonn. Parallel zu seinem Studium in Hagen hatte er zudem ein Informatik-Studium an der Universität Bonn begonnen. Dieses liegt jedoch erst einmal auf Eis. Die Promotion an der FernUniversität hat Vorrang.
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