Theater schließen, Bäder privatisieren, Kindertagesstätten verteuern, Gebühren erhöhen… Die Lösungsansätze, mit denen immer mehr Städte und Gemeinden ihre aufreißenden Finanzlöcher zu stopfen versuchen, brennen nicht nur Politikerinnen und Politikern und den Verwaltungen von Kommunen und Kreisen auf den Nägeln. Ebenso fürchten sich auch die Bürgerinnen und Bürger vor steigenden Kosten und gleichzeitig schlechter werdendem Service. Mit diesem brennenden Thema und den Folgen für das gesellschaftliche Leben befasst sich Prof. Dr. Lars Holtkamp am Montag, 7. Juni, 18 Uhr, im Regionalzentrum Coesfeld der FernUniversität in Hagen, Osterwicker Straße 29. Was Bürger und Kommunalpolitiker angesichts der schweren Haushaltskrise noch tun können, wird an konkreten Praxisbeispielen gezeigt. Zu seinem Vortrag „Kommunen in Not – Wenn in der Grundschule der Demokratie nur noch das Spardiktat gilt“, sind daher alle Interessierten aus Coesfeld und der gesamten Region Nördliches Westfalen und dem südlichen Niedersachsen herzlich eingeladen: Politikerinnen und Politiker, Verwaltungsbeschäftigte, Bürgerinnen und Bürger. Der Eintritt ist frei.
Lars Holtkamp ist Professor für Politikwissenschaft IV: Politik und Verwaltung der FernUniversität in Hagen und als solcher ein gefragter Ansprechpartner von Presse, Rundfunk und Fernsehen. Seine wissenschaftliche Arbeit verbindet er mit seiner 21-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im Rat seiner Heimatstadt Waltrop. Angesichts der Zukunftsaussichten mahnt er einerseits: „Kommunen müssen noch mehr sparen.“ Andererseits betont er aber auch: „Sie müssen der Finanzaufsicht die Stirn bieten.“ Denn er fürchtet, dass eine demokratisch nicht direkt legitimierte Verwaltungsinstitution – die kommunale Finanzaufsicht – selbst Politik machen möchte.
Regionale Vielfalt schaffen
Diese Veranstaltung ist Auftakt einer „Regionalen Woche“ der Studienzentren Borken, Herford, Lüdinghausen, Rheine und des Regionalzentrums Coesfeld der FernUniversität vom 7. bis 12. Juni. Mit insgesamt 12 Vorträgen und Vorlesungen sowie zahlreichen Einzelberatungsangebote schaffen sie bei dieser Informations- und Beratungswoche eine „Regionale Vielfalt“, die über die nordrhein-westfälischen Landesgrenzen bis nach Niedersachsen hinein reicht. Die Veranstaltungen von Dienstag, 8. Juni, bis Samstag, 12. Juni, richten sich in erster Linie an Studieninteressentinnen und -interessenten. Auch sie sind selbstverständlich kostenfrei.
An der Veranstaltungswoche unter dem Motto „Wir schaffen regionalen Vielfalt“ beteiligen sich alle FernUni-Zentren im Großraum Coesfeld mit dem Ziel, ihre gesamte Angebotsbreite darzustellen. Das ausführliche Programm der einzelnen Studienzentren und des Regionalzentrums ist hier zu finden.
FernUni bündelt regionale Kräfte für Betreuung und Beratung
Mit ihrem neuen, regional orientierten Betreuungs- und Beratungsangebot durch das Netz von Regional- und Studienzentren bündelt die FernUniversität in Hagen ihre Kräfte. Zugute kommt dies zum einen ihren Studierenden, zum anderen natürlich aber auch den Arbeitgebern, bei denen die FernUni-Studierenden beschäftigt sind oder sein werden, sowie nicht zuletzt der gesamten Region. 80 Prozent ihrer 69.000 Studierenden sind gleichzeitig berufstätig.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de