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Aktuelles - Juni 2010

Das Wechselverhältnis von Literatur und Wissen

6. FernUni-Studienwoche Literaturwissenschaft wieder gut besucht

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Wie wird in einer Gesellschaft eigentlich Wissen produziert, überliefert und verteilt? Und vor allem: Welche Rolle spielt Literatur dabei? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der 6. Studienwoche Literaturwissenschaft, veranstaltet vom 7. bis 11. Juni vom Institut für neuere deutsche und europäische Literatur der FernUniversität in Hagen. 80 Studierende aus den Studiengängen B.A. Kulturwissenschaften, M.A. „Europäische Moderne“, dem Magisterstudiengang „Neuere Deutsche Literaturwissenschaft“ und Akademiestudierende nahmen daran teil. Das Angebot beinhaltete neben sechs Seminaren eine vierteilige Ringvorlesung und eine Übung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Im Fokus aller Seminare und der Ringvorlesung stand das Wechselverhältnis von Literatur und Wissen.


Studierende während einer Vorlesung Auch in diesem Jahr war die Literaturwoche an der FernUniversität in Hagen wieder gut besucht.

Als Eigenart literarischer Texte gilt ihre Fiktionalität. Zudem wird ihnen eine emotionale Wirkung zugeschrieben. Aber was genau meinen „Fiktion“ und „Emotionalität“ in diesem Zusammenhang? Darüber diskutierten die Studierenden mit Dr. Johannes F. Lehmann. Prof. Dr. Torsten Hahn und Dr. Christoph Neubert beleuchteten in ihrem Seminar „Fakten – Fiktionen – Fakes: Die Realität der Medien“ wie sich Literatur und Wissen beeinflussen. Diskutiert wurde ob und wie Medien Wissen produzieren und konstruieren, welche Faktoren eine mögliche Konstruktion bestimmen und ob es überhaupt objektiven Journalismus geben kann.


Prof. Dr. Thorsten Horn Prof. Dr. Torsten Hahn war einer der vier Dozenten der Ringvorlesung zum Thema "Literatur und Wissen".

Dr. Ulf-Michael Schneider setzte im 18. Jahrhundert an. Er analysierte mit den Studierenden Darstellungsweisen und Funktionen von Träumen und Nachtwandeln in literarischen Werken von Novalis, E.T.A. Hoffmann und Heinrich von Kleist. Um „lexikalische Formen poetischer Weiterschließung“ ging es im Seminar von apl. Prof. Ulrich Schödlbauer.

Dr. des. Irmtraud Hnilica untersuchte mit den Teilnehmenden die zentralen Medien in Thomas Manns „Der Zauberberg“. Neben der Literatur spielen hier unter anderem Malerei und Musik bedeutende Rollen.

Dass die Literatur vom Barock bis zur Romantik eine entscheidende Funktion in der Beschreibung, Ordnung und Erforschung von Natur hatte, zeigte Dr. Armin Schäfer auf. Im Fokus standen dabei die Verfahren der Naturbeschreibung, die Organisation von Wissen und die Rolle von Fiktionen in wissenschaftlichen und literarischen Texten.


Manuela Feldkamp | 14.06.2010
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